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Im Fokus: Die Halbautomatik von Williams

Williams entwickelte die Halbautomatik mit als eines der ersten Formel-1-Teams - Chefingenieur Patrick Head erklärt die Funktionsweise und Vorteile des Systems

(Motorsport-Total.com) - In den 1980er- und 1990er-Jahren war Williams ein Topteam. Man war technisch immer auf dem Stand der Dinge und leistete in vielen Gebieten Pionierarbeit. Ende der 1980er-Jahre begann Williams damit, ein halbautomatisches Getriebe zu entwickeln, das ein halbes Jahrzehnt später seinen ersten Renneinsatz feiern durfte.

Patrick Head (Teammitbesitzer), Frank Williams (Teamchef)

Patrick Head war an der Entwicklung der Halbautomatik bei Williams beteiligt Zoom

Chefingenieur Patrick Head war der Entwicklung beteiligt und erklärt: "Es gibt einige Vorteile eines halbautomatischen Getriebes. Der Fahrer konnte beide Hände am Lenkrad lassen und so das Maximum aus dem Auto herausholen - besonders in schnellen Kurven, wo überaus stark eingelenkt wird. Man kann einen Gang innerhalb von 30 bis 50 Millisekunden wechseln. Davor benötigte man für einen Gangwechsel 200 bis 250 Millisekunden."

"1986 begannen wir die Arbeit an der Halbautomatik. James Robinson war begeistert von der Idee, die Gänge durch Servoventile zu wechseln. Als der von John Barnard konstruierte Ferrari 1989 mit einer Halbautomatik kam, verstärkten wir die Entwicklung in diesem Bereich", sagt Head. "Wir hatten in Ian Anderson einen guten Mann in unserer Entwicklungsabteilung. Er war unser Chefmechaniker, als wir 1979 die ersten Siege feierten. Er hat ein Händchen für technische Dinge."

Halbautomatik kostete 1991 den WM-Titel

"Anderson war der Meinung, dass die Halbautomatik die beste Sache seit Langem war. Nach einer Woche gaben wir ihm die Zeichnungen. Ohne ihn hätten wir das halbautomatische Getriebe erst ein Jahr später einführen können", erzählt der Brite. "Wir testeten das System zum ersten Mal 1990, aber wir fuhren kein Rennen damit. Es wurde Teil des Williams FW14 von 1991 und ich glaube, dass uns das System aufgrund der Zuverlässigkeits-Probleme in den ersten vier Rennen die Weltmeisterschaft kostete."

"Diese Schwierigkeiten konnten einfach gelöst werden und ab Saisonmitte waren wir sehr schnell und zuverlässig. Seitdem fahren alle unsere Autos mit einem halbautomatischen Getriebe", teilt Head mit. "Einige Leute erzählen mir, dass die Formel 1 besser wäre, wenn die Fahrer die Gänge mit einem Hebel wechseln müssten. 1993 gab es eine Diskussion darüber, ob die Halbautomatik nicht verboten werden sollte, da Fahrer wie Alain Prost den Gangwechsel als Fähigkeit des Fahrers auslegten.

"Wir entschieden uns aber für die halbautomatischen Getriebe, da über 95 Prozent der Motorschäden durch zu frühe Gangwechsel und zu hohe Drehzahlen verursacht wurden. In dem Moment, indem du die Gangwechsel elektronisch steuerst, kann es nicht mehr zum Überdrehen des Motors kommen - und das Leben ist viel günstiger."

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