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Ilmor bewirbt sich für den Alternativmotor 2017

Mario Illien hat verraten, dass sich seine Motorenschmiede Ilmor für den Alternativmotor 2017 bewirbt - Deadline bereits am kommenden Montag

(Motorsport-Total.com) - Bis Montag haben Interessenten noch Zeit, sich als Hersteller für den Alternativmotor zu bewerben. Der Automobilweltverband FIA hatte vor Kurzem eine Ausschreibung eröffnet, um Teams ab 2017 eine kostengünstigere Alternative zu den Hybridantrieben anzubieten. Mittlerweile steht der erste Bewerber fest: Gegenüber 'auto motor und sport' hat Mario Illien bestätigt, dass er sich mit Ilmor beworben hat.

Mario Illien

Mario Illien hat sich mit Ilmor bei der FIA beworben Zoom

Die Motorenschmiede aus Brixworth wurde in diesem Jahr bereits mit der Königsklasse in Verbindung gebracht, weil sich Renault über eine Kooperation eine Verbesserung des eigenen Aggregats versprach, letzten Endes jedoch lieber seine eigenen Pläne umsetzen wollte. Ab der übernächsten Saison könnten die Franzosen von Mario Illien und seinen Leuten jedoch Konkurrenz bekommen.

Am 23. November endet die Bewerbungsfrist für die Ausschreibung der FIA, bis dahin müssen sich alle Interessenten eintragen haben. Eine Entscheidung wird zeitnah erwartet: Schon bei der nächsten Weltratssitzung am 2. Dezember könnte der ausgewählte Alternativmotor feststehen, nachdem er durch die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission gekommen ist.

Bislang hat die FIA die Parameter für den Antrieb bewusst offen gestaltet. Er soll lediglich mehr als 870 PS leisten können und leichter als 135 Kilogramm sein. Auch der Hubraum ist mit maximal 2,5 Litern festgelegt, ansonsten haben die Entwickler freie Hand. Natürlich ist der entscheidende Faktor auch die Kosten, die zwölf Millionen US-Dollar (rund 11,2 Millionen Euro) pro Team und Saison nicht überschreiten sollen - weniger ist mehr.

Laut Illien wäre es übrigens kein Problem, die aktuellen IndyCar-Motoren auf die geforderten Formel-1-Bedingungen umzurüsten. Der Motorenschmiede werden daher gute Chancen eingeräumt, zumal man in der Königsklasse kein unbeschriebenes Blatt ist. Anfang der 90er-Jahre rüstete man einige Teams mit Motoren aus, danach wurde man vor allem durch die Verbindung zu Mercedes bekannt.

Einen Konkurrenten scheint es aber auch bereits zu geben: Die britische Firme AER, die unter anderem Twin-Turbo-V6-Motoren in der WEC liefert, zeigt ebenfalls Interesse. "Wir werden eine Bewerbung abgeben", verrät Gründer Mike Lancaster gegenüber 'motorsport.com'. "Die Anfrage scheint gut zu unserem jüngsten V6-GDI-Motor zu passen. Sie suchen etwas mit viel Leistung, und wir haben den Motor dafür."