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HRT und FOTA: Ausgeschlossen oder ausgetreten?

HRT behauptet, freiwillig aus der FOTA ausgetreten zu sein, die FOTA aber betont, man habe das Team wegen ausstehender Mitgliedsbeiträge ausgeschlossen

(Motorsport-Total.com) - Hinsichtlich des Ausstiegs von HRT aus der Teamvereinigung FOTA scheinen die beiden Parteien unterschiedlicher Meinung zu sein. Denn während die FOTA behauptet, man habe HRT aufgrund rückständiger Mitgliedsbeiträge ausgeschlossen, gibt der spanische Rennstall zu Protokoll, er sei freiwillig ausgetreten.

Colin Kolles

Colin Kolles lässt die Version der FOTA nicht einfach im Raum stehen Zoom

Teamchef Colin Kolles lässt den Vorwurf, HRT habe sich die 100.000 Euro jährlichen Mitgliedsbeitrag nicht mehr leisten können, nicht auf sich sitzen: "Ich kann das auf das Schärfste dementieren", stellt er gegenüber der 'Hindustan Times' klar. "Die FOTA hat eine irreführende Nachricht verbreitet, die in den nächsten Tagen richtiggestellt wird." In Wahrheit habe man die Teamvereinigung verlassen, weil man sich von ihr nicht gut genug repräsentiert fühle.

Einem Bericht des Fachmagazins 'Autosport' zufolge sollen zum Zeitpunkt des Austritts aus der FOTA 50.000 Euro offen gewesen sein. HRT dürfte jedoch angeboten haben, diese nachträglich zu begleichen. Stattdessen entschied die FOTA im Rahmen ihrer Generalversammlung am 16. Dezember, das Team auszuschließen. Parallel dazu soll das Austrittsschreiben von HRT aber bereits auf dem Weg nach Genf gewesen sein.

¿pbvin|512|3367||0|1pb¿Dem Vernehmen nach war HRT verärgert darüber, einerseits 100.000 Euro Mitgliedsbeitrag und noch einmal 100.000 Prüfungsgebühr für die Einhaltung des Ressourcen-Restriktions-Abkommens an die FOTA überweisen zu müssen, andererseits aber die eigenen Interessen nicht gut genug vertreten zu wissen. Denn innerhalb der FOTA haben die größten Teams am meisten Einfluss und besetzen auch alle Schlüsselpositionen.

Das könnte eine entscheidende Rolle spielen, wenn zwischen den Teams, Bernie Ecclestone und der FIA ein neues Concorde-Agreement für die Zeit nach 2012 verhandelt wird. Besonders die Tatsache, dass die Formel-1-Einnahmen aufgrund eines Erfolgsschlüssels tendenziell stärker an die großen Teams verteilt werden, könnte den sogenannten "Kleinen" wie HRT ein Dorn im Auge sein. Speziell außerhalb der Top 10 der Konstrukteurs-WM wird die (finanzielle) Luft dünn.


Fotos: Highlights 2010: HRT


"Es stimmt, dass sich die FOTA als einziger Gegenspieler von CVC und Bernie Ecclestone positionieren möchte, aber wir glauben, dass das ein Versuch der FOTA ist, über ihrer Gewichtsklasse zu boxen", kritisiert Kolles. "Wir wollten unseren unabhängigen Einfluss in den Verhandlungen eines so sensiblen Themas wie des Concorde-Agreements nicht aus der Hand geben." Und: "Wir haben die FOTA verlassen, weil sie vor allem die Interessen der großen Teams vertritt."

"Wir sehen keinen Vorteil darin, Geld zu bezahlen, um Mitglied zu sein. Da investieren wir unser Geld lieber ins Auto", unterstreicht der Deutsche. Doch FOTA-Chef Martin Whitmarsh will von dieser Argumentation nichts wissen: "HRT hat seine Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt, so einfach ist das", wird er von 'Autosport' zitiert. Außerdem verweist Whitmarsh auf Lotus-Teamchef Tony Fernandes, der findet, dass die FOTA auch die Interessen der kleinen Teams vertritt.

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