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Horrorcrash von Burti überschattet Schumacher-Rekordsieg

Ein schwerer Unfall von Prost-Pilot Luciano Burti hat den 52. Rekordsieg von Michael Schumacher überschattet

(Motorsport-Total.com) - Mit viel Dramatik begann der Große Preis von Belgien in Spa-Francorchamps, als in Runde 5 Prost-Pilot Luciano Burti in einer Vollgas-Linkskurve am Jaguar von Eddie Irvine vorbei wollte und dabei dem Iren rechts hinten auf das Hinterrad fuhr. Bei rund 300 km/h brach der Flügel an Burtis Prost, beide Autos flogen ab und während sich Eddie Irvine durch Dreher noch ein wenig abbremsen konnte, rutschte Burti wegen mangelndem Abtrieb fast ungebremst und ohne Lenkwirkung frontal in die Reifenstapel.

Michael Schumacher

Michael Schumacher schreibt mit seinem 52. Sieg Geschichte Zoom

Der Einschlag erfolgte mit unglaublicher Wucht, das Auto steckte fast komplett in den Reifenstapeln fest. Das Rennen wurde abgebrochen und Minuten des Bangens folgten, in denen Eddie Irvine zu seinem Kollegen eilte und kurzfristig die Bergungsarbeiten leitete, da die Streckenposten nach seiner Aussage nicht genau wussten, was sie tun sollten. Minutenlang arbeiteten die Rettungskräfte und Ärzte abgeschottet von gehaltenen Tüchern an dem Brasilianer. Der Unfall hatte viele Parallelen zum Crash von Michael Schumacher 1999 in Silverstone, nur dass das Einschlagtempo noch wesentlich höher war.

Minute für Minute gab es dann aber Gott sei Dank Entwarnung, zunächst wurde bekannt, dass der 26-Jährige bei Bewusstsein ist und mit dem Bergungspersonal sprach und sich bewegen konnte. Später sah man das geborgene Unglücksauto und zur Verwunderung aller war das Monocoque vorne nur sehr wenig beschädigt. Bis auf eine Gehirnerschütterung soll der Mann aus Sao Paulo unverletzt sein - bei dem Einschlag einfach ein riesiges Wunder. Für Burti war es bereits der zweite schwere Unfall innerhalb von wenigen Wochen. In Hockenheim hatte er sich nach einem Auffahrunfall überschlagen und war mit einem angeschlagenen Arm davongekommen.

Schon vor dem Start gab es viel Dramatik, als Heinz-Harald Frentzen einen Startabbruch verursachte, als ihm beim Einlegen des ersten Ganges der Ferrari-Motor in seinem Prost-Acer abstarb. Damit war Startplatz 4 umsonst herausgefahren, er musste sich wieder hinten anstellen. Beim zweiten Restart war es Pole-Setter Juan-Pablo Montoya im BMW-Williams, dem der Motor ausging und von hinten starten musste.

Nach dem Unfall beim Vorstart um 14:45 Uhr gab es dann das Kuriosum, dass Ralf Schumacher auf Startplatz zwei stehend hinter seinem Bruder Michael aufgebockt mit den Rädern in der Luft stand und nicht losfahren konnte, dem Team war schlichtweg die Zeit ausgegangen, um das Auto von den Böcken zu holen, man hatte sich in der Zeit verschätzt. Somit musste der Kerpener wie schon sein BMW-Williams-Teamkollege ebenfalls von ganz hinten ins Rennen gehen. Damit vergaben die Blau-weißen Startplatz 1 und 2.

Der Mann des Rennens war Giancarlo Fisichella, der nach dem Neustart des Rennens hinter Michael Schumacher in seinem Benetton-Renault auf Platz 2 vor Rubens Barrichello im zweiten Ferrari und David Coulthard im McLaren-Mercedes vorkatapultierte. Auf Rang fünf lag Mika Häkkinen im zweiten Silberpfeil.

19 Runden vor Schluss leistete sich Michael Schumacher einen kleinen Patzer, als er während dem Verstellen von Knöpfen an seinem Lenkrad die Konzentration verliert und beinahe abgeflogen wäre - zu diesem Zeitpunkt lag der Ferrari-Pilot ungefährdet über 30 Sekunden vor Fisichella. In der gleichen Runde leistete sich auch Teamkollege Rubens Barrichello einen Patzer, der aber nicht ohne Folgen blieb. Er schlug sich in der Bus Stop-Schikane beim zu heftigen Räubern über die Randsteine den Frontflügel ab, was ihn weit zurückwarf.

Wenige Minuten später wurde auch Jenson Button diese Schikane zum Opfer, er landete jedoch in den Leitplanken und musste aufgeben. Auch nach den zwei Boxenstopps, die so gut wie alle Piloten im Feld unternahmen, lag Buttons Teamkollege Giancarlo Fisichella sensationell vor David Coulthard auf Platz 2, wurde dann aber noch vom Schotten überholt.

Am Ende holte Michael Schumacher seinen 52. Grand-Prix-Sieg und ist damit der erfolgreichste Formel-1-Pilot aller Zeiten nach Siegen vor Alain Prost mit 51 Triumphen. Zweiter wurde David Coulthard bei seinem Kampf um den Vizeweltmeistertitel, Giancarlo Fisichella wurde überraschender Dritter und holte damit für Rückkehrer Renault den ersten Podiumsplatz. Auf den vierten Platz kam Mika Häkkinen, der ein gutes Überholmanöver zeigte, aber ansonsten sehr zurückhaltend fuhr. Rubens Barrichello wurde nach seinem Patzer nur Fünfter vor Jean Alesi, der für sein neues Team Jordan-Honda den ersten Punkte holte.

Ralf Schumacher ging nach dem verpatzten Start auch noch mit einem Regen-Kompromiss-Setup ins Rennen und konnte so mangels Topspeed kaum überholen und musste sich mit Rang 7 zufrieden geben. Heinz-Harald Frentzen kam als Neunter ins Ziel, Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli fiel auf Platz fünf liegend mit einem Motorschaden kurz vor Schluss aus. Beide Sauber-Piloten, Nick Heidfeld und Kimi Räikkönen sahen nicht die Zielflagge. Heidfeld war am Start mit Pedro de la Rosa kollidiert und hatte sich damit sein Auto beschädigt.

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