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Horner kritisiert Caterham-Rettungsplan

Red-Bull-Teamchef Christian Horner kritisiert das Crowdfunding-Projekt des Caterham-Insolvenzverwalters scharf und hat eine Alternativlösung parat

(Motorsport-Total.com) - Das Vorhaben, das nach der Insolvenz von Caterham Sports Limited und der damit verbundenen Blockade durch den Insolvenzverwalter nicht in Austin und Sao Paulo fahrende Caterham-Team dank eines Crowdfunding-Projekts in Abu Dhabi wieder fahren lassen zu wollen, stößt nicht überall auf Gegenliebe.

Christian Horner

Christian Horner will von Fundraising für Formel-1-Teams nichts hören Zoom

Von den anvisierten 2,35 Millionen Britischen Pfund (umgerechnet drei Millionen Euro) sind dem Vernehmen nach bereits mehr als zehn Prozent vorhanden - und das nach nicht einmal 24 Stunden. Bis zum Freitag kommender Woche läuft das von Insolvenzverwalter Finbarr O'Connell initiierte Crowdfunding-Projekt noch. Über den Twitter-Hashtag #RefuelCaterhamF1 können entsprechende Geldbeiträge geleistet werden.

Ob es über dieses Fundraising gelingt, Caterham beim Saisonfinale in Abu Dhabi (21. bis 23. November) wieder fahren zu lassen, bleibt abzuwarten. Bei Red Bull indes stößt das Projekt schon jetzt auf Unverständnis. "Das Konzept ist falsch und sollte nicht zugelassen werden", poltert Teamchef Christian Horner gegenüber 'Sky Sports F1'.

"Ich kann es nicht für gutheißen, wenn die Fans ein Team finanzieren müssen." Christian Horner

"Ich kann es nicht für gutheißen, wenn die Fans ein Team finanzieren müssen. Die Fans zahlen, um von den Teams eine Show geboten zu kommen. Es sollte nicht so sein, dass sie für ein Team bezahlen müssen", kritisiert Horner und schlägt stattdessen vor: "Es ist wichtig, dass sich die Teams mit dem Inhaber der kommerziellen Rechte und dem Weltverband an einen Tisch setzen, die Probleme gemeinsam analysieren und beraten, was wir tun können, um eine Lösung zu finden."

"Die Formel 1 darf ihre schmutzige Wäsche nicht in der Öffentlichkeit waschen", plädiert der Red-Bull-Teamchef. Das Crowdfunding-Projekt von Caterham ist nicht das erste dieser Art. Über einen vergleichbaren Weg versuchte der durch das Fernbleiben der "Grünen" derzeit ohne Cockpit dastehende Kamui Kobayashi vor zwei Jahren nach dem Ende seiner Sauber-Zeit ein neues Cockpit zu finden. Auch der Japaner rief einst eine Website ins Leben, auf der Fans für ihn spenden konnten. Unter anderem deshalb fand er schließlich wieder eine Anstellung als Formel-1-Pilot - bei Caterham...

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