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Hill steht Grands Prix in den USA skeptisch gegenüber

Damon Hill ist sich nicht sicher, ob die Formel 1 in den USA Fuß fassen wird und analysiert das knallharte Geschäft um die Grand-Prix-Vergabe

(Motorsport-Total.com) - Im kommenden Jahr sollte die Formel 1 wieder einmal in die USA zurückkehren. Doch vor Kurzem platzte der 2012er Grand Prix in Austin, weil die Veranstalter den finanziellen Forderungen von Bernie Ecclestone nicht nachkamen. Für Ex-Weltmeister Damon Hill kam diese Entscheidung nicht ganz unerwartet, wie er in der Internet-TV-Sendung "The Flying Lap" sagte: " Du musst jemanden finden, der bereit ist, jedes Jahr 30 Millionen Pfund (ca. 35 Mio. Euro) für das Rennen auszugeben, nachdem er zuvor schon die Strecke gebaut hat. Das haben die Leute in Austin anscheinend noch nicht so ganz verstanden."

Damon Hill

Formel 1 in den USA? Damon Hill weiß nicht, ob das funktioniert

"So läuft es in der Formel 1." Damon Hill

Der 51-Jährige war mehrere Jahre Präsident des British Race Drivers Clubs, dem Besitzer der Strecke von Silverstone, und somit ein Insider der Vergabepraxis von Grands Prix. "So läuft es in der Formel 1. Der Veranstalter in Südkorea sagt jetzt 'Wir verdienen kein Geld daran, wie soll das funktionieren?' Vielleicht hätte er sich diese Frage stellen sollen, bevor er unterschreiben hat. Das ist hartumkämpfter Marktplatz."

Hill zweifelt daran, ob die Königsklasse langfristig in den USA Fuß fassen kann: "Wenn du in einem Land wie Südkorea, China oder Indien lebst, wo es nie ein Formel-1-Rennen gab, dann bist du hungrig danach. Dann findet man auch jemanden, der der genug Geld in die Hand nimmt, um eine Strecke zu bauen. Warum sollten sie in den Vereinigten Staaten so etwas tun? Dort gibt es jede Menge Attraktionen!" Seiner Ansicht nach müsse sich die Formel 1 in den USA mehr um die Zuschauer bemühen, um diese für den Sport zu begeistern.

"So werden die einzelnen Länder gegeneinander ausgespielt." Damon Hill

Nach Ecclestones Ankündigung, dass die Formel 1 in der Zukunft nur noch fünf Rennen in Europa fahren werde, will der Brite auch für traditionelle Rennstrecken wie Silverstone, Monte Carlo oder Monza seine Hand nicht mehr ins Feuer legen und schließt nicht aus, dass diese eines Tages aus dem WM-Kalender verschwinden werden. "So funktioniert das Spiel! Du kaufst dich in die Meisterschaft ein und hast dann gewissermaßen einen Sitzplatz. Und dann kommt jemand anderes und bezahlt mehr. So werden die einzelnen Länder gegeneinander ausgespielt."

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