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  • 20.07.2014 · 18:20

  • von Roman Wittemeier & Stefan Ziegler

Hamilton zufrieden: "Konnte ich mir vorher kaum vorstellen"

Lewis Hamilton bleibt im Grand Prix von Deutschland hinter Valtteri Bottas hängen, aber ist mit Rang drei glücklich: WM-Titel immer noch in Reichweite

(Motorsport-Total.com) - Die Silberpfeile haben beim Formel-1-Heimspiel in Hockenheim fette Beute gemacht. Nico Rosberg konnte seine WM-Führung mit einem weiteren Sieg ausbauen, Teamkollege Lewis Hamilton kam als Dritter ins Ziel und war damit glücklich. Nach dem Start von Rang 20 hatte sich der Brite fast schon damit abgefunden, es beim Grand Prix von Deutschland nicht auf das Podest zu schaffen. Am Ende fehlten nur 1,741 Sekunden auf Rang zwei, weil Williams-Pilot Valtteri Bottas sich geschickt verteidigt hatte.

Lewis Hamilton, Romain Grosjean

Lewis Hamilton wuchtete sich nach dem Start schnell durch das Feld Zoom

Auf dem Weg in Richtung Spitze hatte Hamilton einige harte Duelle ausgefochten. "Eigentlich waren alle meine Duelle ziemlich eindeutig, schwierige Fights habe ich da eigentlich nicht gesehen", wundert sich der Ex-Champion zunächst, erinnert sich dann aber an einen Kampf gegen Fernando Alonso (Ferrari) und eine leichte Kollision beim Überholmanöver gegen seinen Ex-Teamkollegen Jenson Button (McLaren). "Bei Lewis ist es immer Glorie und Drama. Das war, glaube ich, schon in seiner gesamten Karriere so. Auch heute", analysiert Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

"Das mit Jenson hätte richtig ins Auge gehen können. Insofern kann er zufrieden sein, dass er mit einem kleinen Schaden bis ans Ende gekommen ist. So hat er das Podest gerettet", sagt der Österreicher. Bei der Attacke auf Button hatte sich Hamilton einen Teil des Frontflügels abrasiert. Langsamer machte ihn dies nicht. "Ich habe dabei etwas Abtrieb an der Vorderachse verloren, aber es war okay", sagt der Mercedes-Pilot über den Vorfall, den er als "normalen Rennunfall" kategorisiert. Zur Entschuldigung hob der Brite später die Hand, als er Button tatsächlich stehen ließ: sorry.

Hamilton mit Platz drei zufrieden

"Das Auto konnte mehr. Es wäre mehr drin gewesen, hätte er sich den Flügel nicht beschädigt. Er hat in jedem Fall viel an Abtrieb auf der Vorderachse verloren", berichtet Wolff. Unter diesen Voraussetzungen könne Hamilton froh sein - ebenso das Team, für das sich das Hockenheim-Ergebnis wie ein Doppelerfolg anfühle. "Lewis ist aber so ein Wettbewerbstyp, dass er mit dem dritten Platz nicht zufrieden sein wird. Allerdings wird auch er, wenn sich alles gelegt hat, sagen, dass es eine gute Leistung war", sagt Wolff.

Lewis Hamilton

Das bekommt der Aerodynamiker die Krise: Der defekte Mercedes-Frontflügel Zoom

Der Motorsportchef kennt seinen Schützling offenbar gut. "Ich bin von Platz 20 auf Rang drei gekommen. Das stimmt mich absolut zufrieden", sagt Hamilton nach kurzer Verschnaufpause. "Vielleicht wäre Platz zwei möglich gewesen, aber durch ein heftiges Untersteuern war mein Reifen vorne links ganz schnell hinüber. Es ist auch so alles bestens. Wenn man von fast ganz hinten startet, dann kann man sich kaum vorstellen, auf das Podest zu kommen. Daher werte ich es als richtig guten Tag."

In der Gesamtwertung hat der Brite auf seinen deutschen Teamkollegen wieder etwas an Boden verloren. "Er liegt nun 14 Punkte zurück. Damit ist die WM ganz offen. Alleine im letzten Rennen werden ja 50 Punkte vergeben", will Wolff dem aktuellen Zwischenstand keine allzu große Bedeutung beimessen. Auch Hamilton selbst sieht die Lage entspannt. Ob er auch jetzt noch im Titelkampf auf Kurs liege, fragten die Reporter von 'Sky Sports F1'. Die klare Antwort: "Aber klar!"

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