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Hamilton widerspricht: Fahrerzwist kein Problem bei Mercedes

Lewis Hamilton lässt die Kritik von Toto Wolff nicht gelten: Es gibt zwar angespannte Momente mit Nico Rosberg, aber der Teamerfolg gibt den beiden Fahrern recht

(Motorsport-Total.com) - Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist das angespannte Verhältnis seiner beiden Fahrer der größte Schwachpunkt des erfolgreichen Formel-1-Teams. Die Sticheleien zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg würden sich laut Meinung des Österreichers auf die Mannschaft übertragen. "Wenn wir am Sonntag das Rennen gewinnen, gibt es immer einen, der sich aufregt. Das überträgt sich auch auf das Team, aber das muss aufhören", lautet die klare Ansage Wolffs. Damit stellte er den beiden Fahrern die Route ins Fenster.

Lewis Hamilton, Nico Rosberg

Mercedes-Stallduell: Hartes Racing auf der Strecke, Diplomatie gegenüber den Medien Zoom

Der Höhepunkt der Zwistigkeiten fand 2014 mit dem Vorfall in Spa-Francorchamps statt. In der abgelaufenen Saison sorgten teilweise harte Manöver Hamiltons bei Starts, "Capgate" und Diskussionen über die Strategie für Gespräche. Grobe Zwischenfälle gab es aber nicht. Deswegen kann Hamilton die Aussagen seines Chefs nicht verstehen. Laut seiner Meinung haben die Fahrer alles richtig gemacht, wie die unglaubliche Erfolgsbilanz in der Saison 2015 auch zeigt.

"Es ist etwas seltsam, sie sollten uns auch nicht Teamkollegen nennen. Das Problem ist, dass es zwei Weltmeistertitel gibt, während es im Fußball nur eine Meisterschaft gibt. Für uns ist es die Konstrukteursmeisterschaft. Dafür sind wir hier und dafür werden wir bezahlt", hält Hamilton am Donnerstag bei 'BBC Radio 1' fest. "Individuell wollen wir natürlich den Fahrertitel gewinnen. Das macht es schwierig."

"Diese Seite wird aber immer maßlos übertrieben. Wir hatten 16 Doppelsiege, also kann unser Verhältnis keine Probleme bereiten", verweist Hamilton auf die gemeinsamen Erfolge als Team. Das Stallduell eskalierte nie derart, dass der zweite Fahrer - und somit das Team - deutlich beeinträchtigt gewesen wäre. Deshalb ist für den dreimaligen Weltmeister die Situation auch in Ordnung: "Für die Leute ist es immer einfach, die Dinge als garantiert anzusehen. Wir haben beide eine sehr gute Leistung gezeigt."


Mercedes feiert den Konstrukteurstitel

"Wir haben keine Probleme verursacht und die Energie im Team ist so hoch wie immer. Und das liegt daran, weil wir tun, was wir tun müssen - und wie wir es tun. Wir werden nie die besten Freunde sein, aber irgendwie funktioniert es. Es gibt angespannte Momente, aber das ist in jeder Sportart der Fall", denkt Hamilton an die Prinzipien des Hochleistungssports im Rampenlicht der weltweiten Öffentlichkeit.

Nach der zweiten WM-Niederlage in Folge konnte sich Rosberg rasch fangen und zeigte bei den letzten drei Saisonrennen eine perfekte Leistung. Hamilton musste sich als neuer Weltmeister dreimal knapp geschlagen geben. Nagt das über den Winter an der Psyche? Wird der Brite in Melbourne zurückschlagen? "Ich fühle mich gut. Ich fahre seit 22 Jahren. Egal was ich in der Vergangenheit gemacht habe, es hat funktioniert", gibt sich Hamilton cool und relaxt. "In den vergangenen Jahren bin ich stark zurückgekommen. Das ist mein Plan. Man weiß natürlich nie was passieren wird, aber ich werde hart an meiner Fitness arbeiten und will mich stark zurückmelden."

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