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Hamilton verstieß in China gegen das Reglement

Nach dem umstrittenen Verhalten hinter dem Safety Car in Fuji legte Lewis Hamilton das Reglement in Shanghai zumindest erneut sehr großzügig aus

(Motorsport-Total.com) - Die Rennleitung in Shanghai hat beim Großen Preis von China ganz offensichtlich nicht richtig aufgepasst, denn Lewis Hamilton verstieß gegen das Reglement, wurde dafür jedoch nicht bestraft. Der McLaren-Mercedes-Pilot war nach seinem Ausrutscher in der Boxengassen-Einfahrt noch rund eine Minute und 15 Sekunden im Auto sitzen geblieben.

Lewis Hamiltons MP4-22

Lewis Hamiltons hätte sein Auto sofort nach der Anweisung verlassen müssen

Der 22-Jährige gestikulierte wild mit den Armen und hatte dabei gehofft, dass ihn die Streckenposten zurück auf die Strecke schieben. Diese erkannten die aussichtslose Situation jedoch schnell und forderten den Briten per Handzeichen dazu auf, das Auto zu verlassen - was dieser jedoch nicht umgehend tat.#w1#

Im Reglement heißt es jedoch: "Wenn ein Auto auf der Strecke stehen bleibt oder die Strecke verlässt, so ist es die erste Pflicht der Streckenposten dieses Sektors, es an einen sicheren Ort zu bringen. Kein Fahrer hat das Recht abzulehnen, dass sein Auto von der Strecke genommen wird, er muss alles machen, was er kann, um die Anweisungen der Streckenposten zu unterstützen und ihnen zu folgen."

Kurzfristig hatte man die Regel so angepasst, dass Streckenposten einem Fahrer helfen dürfen, weiterzufahren, um diesen schneller aus einer Gefahrenzone zu bringen.

Als man jedoch Hamilton beim Großen Preis von Europa in einer abenteuerlichen Aktion per Kranfahrzeug aus dem Kiesbett befreite und wieder auf die Strecke setzte, wo dieser die Fahrt fortsetzte, wurde das Reglement wieder verändert.

Jetzt darf nur dann einem Fahrer geholfen werden, wenn für keinen der Beteiligten dadurch eine erhöhte Gefahr besteht - unabhängig davon muss der Fahrer weiterhin die Anweisungen der Streckenposten befolgen.

Das Problem in solchen Situation ist, dass die Streckenposten einer größeren Gefahr ausgesetzt werden, wenn sie - meist mit mehreren Personen - versuchen, das Auto zeitaufwändig zurück auf die Strecke zu schieben. Um die Helfer nicht unnötig einer Gefahr auszusetzen, hätte Hamilton nach der Aufforderung durch die Streckenposten sofort aussteigen und das Auto bergen lassen müssen.

Einen ähnlichen Fall wie bei Hamilton auf dem Nürburgring gab zuletzt auch im Jahr 2003 auf dem Nürburgring als Michael Schumacher nach einem Überholmanöver Juan-Pablo Montoyas in der Dunlop-Kehre von der Strecke rutschte und mit den Hinterrädern im Kiesbett stecken blieb. Streckenposten konnten den Ferrari-Piloten anschieben. Der Deutsche kam damals als Fünfter noch in die Punkte.

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