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Hamilton-Pole: Briten graben nach Statistiken

Lewis Hamilton hat mit seiner vierten Pole-Position in Folge den Briten wieder eine merkwürdige Statistik aus dem Kreuz geleiert - Doch darauf schaut er nur nebenbei

(Motorsport-Total.com) - Es gibt doch für alle Eventualitäten eine merkwürdige Statistik. Mit seiner vierten Pole-Position in Folge hat Lewis Hamilton zwar keinen neuen Rekord aufgestellt, dafür allerdings wieder die Briten ein wenig glücklicher gemacht. Denn der erste Startplatz in Spa-Francorchamps ist das erste Mal seit 1995, dass ein Brite wieder vier Poles in Folge holen konnte. Seinerzeit gelang David Coulthard im Williams die gleiche Erfolgssträhne.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton hat die Datenbank scheinbar nicht auswendig gelernt Zoom

Kurioserweise muss man nicht lange zurückschauen, will man die gleiche Statistik vor Coulthards Pole-Run finden. Dem Schotten gelang es nämlich gleich nachdem Damon Hill vier Poles en suite einfahren konnte - lediglich getrennt durch Gerhard Bergers erstem Startplatz - typischerweise in Spa. Doch auf sowas stößt man natürlich nur, wenn man die Datenbanken der Formel-1-Geschichte durchstöbert.

Das hat Lewis Hamilton natürlich nicht getan. "Ich habe eigentlich noch nicht allzu viel darüber nachgedacht", gibt er zu, fühlt sich aber geehrt. "Es ist natürlich eine fantastische Geschichte. Es fühlt sich gut an." Doch ohne sein Auto, das ihn samstags selten im Stich lässt, hätte das natürlich nie funktioniert: "Ich fühle mich privilegiert, ein Auto zu haben, mit dem ich dergleichen erreichen kann", sagt er. "Wer hätte das gedacht?"

Sein Wechsel von McLaren scheint sich doch ausbezahlt zu haben. "Das Jahr scheint einfach besser und besser zu werden. Es ist einfach toll, wenn du zu einem Rennen kommst und weißt, dass du konkurrenzfähig sein kannst." Doch das war in dieser Saison mehr samstags als sonntags der Fall, denn bisher konnte der Engländer nur einen Saisonsieg feiern. Und das interessiert ihn mehr als irgendwelche Pole-Statistiken.

"Das ist nicht wichtig", sagt er. "Siege sind viel wichtiger als Pole-Positions. Am Ende deiner Karriere, wenn du zurückschaust, dann sind solche Dinge sicher relevanter." Doch natürlich hat er auch mit einem Auge die Samstagserfolge im Blick: "Es ist einfach verrückt, wenn man denkt, dass es bereits meine 31. Pole-Position ist", schüttelt er ungläubig den Kopf. Sollte morgen dann auch sein 23. Grand-Prix-Sieg folgen, darf man gespannt sein, welche seltsame Statistik dann ausgegraben wird.

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