powered by Motorsport.com

Hamilton durch Tamburello: Wegen Senna etwas ganz Besonderes

Lewis Hamilton fühlt sich in Imola seinem Idol Ayrton Senna besonders nahe - 26 Jahre nach dem tragischen Unfall wird er erstmals im F1-Auto auf dem Kurs fahren

(Motorsport-Total.com) - Die Rennstrecke in Imola ist untrennbar mit dem Schicksal von Ayrton Senna verbunden. 1994 endete das Leben der Rennlegende auf dem Kurs in Italien so plötzlich, dass die gesamte Formel 1 den Atem anhielt. Die Sonne war vom Himmel gefallen, hieß es später. Lewis Hamilton kann sich daran noch heute erinnern.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton absolviert den Trackwalk auf dem Roller Zoom

"Ich erinnere mich an den Tag", erzählt Hamilton am Freitag in Imola. "Ich bin in Rye House Kart gefahren. Mein Dad hatte einen roten Vauxhall Cavalier und wir hatten einen weißen Anhänger. Ich habe meinem Dad geholfen, das Kart zu reparieren", schildert er.

Er habe geholfen, das Rad anzuschrauben, als sein Vater vom Tod des großen Ayrton Senna erfuhr. "Jemand hat ihm gesagt, dass Ayrton gestorben ist. Und ich weiß noch, wie er mich weggeschickt hat, da er nie vor mir weinen würde. Ich musste woanders hingehen. Das war nicht einfach."

Die Trauer habe er versucht in sein Fahren auf der Strecke zu kanalisieren. "Und ich glaube, ich habe an jenem Wochenende gewonnen. Die Wochen danach waren aber sehr hart." Der damals erst neunjährige Hamilton hat sein Idol, seinen Helden, verloren.


Onboard: Eine Runde in Imola

Ferrari-Fahrer Marc Gene im F2007 aus der Formel-1-Saison 2007 und mit der Cockpitperspektive für eine fliegende Runde in Imola Weitere Formel-1-Videos

26 Jahre später steht der Brite zum ersten Mal selbst in Imola mit einem Formel-1-Boliden am Start. "Es ist schön, wieder in Italien zu sein an diesem historischen Ort. Für mich ist es immer noch irreal, auf Strecken zu fahren, auf denen die Größen der Vergangenheit auch gefahren sind - im Tunnel in Monaco, in Silverstone", zählt er auf.

Und natürlich auch in Imola. Von 1980 bis 2006 gastierte die Königsklasse auf dem Kurs. Das tragische Mai-Wochenende 1994 markiert allerdings den schmerzlichsten Grand Prix auf der Strecke. "Ich war zuvor in jenem Bereich, wo Ayrton vor 26 Jahren das gemacht hat, was er liebte", spricht Hamilton auch die Tamburello-Kurve an.

Bei einem seiner seltenen Trackwalks machte er auch an der berühmten Unfallstelle Halt. Das sei "herzerwärmend" gewesen, auch auf dieser Strecke zu sein und ebenso das zu tun, was Senna all die Jahre zuvor getan hat. "Diesen Tag werde ich nie vergessen." Allerdings: Hamilton war in der GP2-Serie 2006 in Imola schon am Start.

Neueste Kommentare