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  • 27.12.2014 · 13:21

  • von Dominik Sharaf

Haas steht vor Kauf der Marussia-Fabrik

Die europäische Basis des US-Teams könnte in Banbury eingerichtet werden - Laut Günther Steiner verlaufen die Formel-1-Vorbereitungen tadellos

(Motorsport-Total.com) - Haas Formula ist bei der Suche nach einer europäischen Basis für das Team fündig geworden. Die US-Amerikaner stehen kurz davor, die Fabrik der insolventen Marussia-Truppe im englischen Banbury zu erwerben. Die Kaufverträge könnten bereits im Januar unterzeichnet werden, wie Teamchef Günther Steiner am Samstag auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' bestätigt. "Wie geplant wollen wir dort ausschließlich unser Rennteam beheimaten", erklärt der Italiener den Haas-Plan.

Günther Steiner und Gene Haas

Günther Steiner und Gene Haas preschen mit Vollgas Richtung Formel 1 Zoom

Die Truppe mit Hauptsitz in der Nähe von Charlotte (North Carolina) entwickelt den Formel-1-Boliden mit Ferrari-Antrieb, der ab 2016 an den Start rollen soll, also weiter in den USA und bleibt damit ihrem Grundgedanken treu. Um die Wege insbesondere während der Saison zu verkürzen, lief seit geraumer Zeit die Suche nach einem Standort in Europa. Geht der Ankauf der Fabrik über die Bühne, könnten sich einige ansässige Marussia-Mitarbeiter über eine Weiterbeschäftigung bei Haas freuen.

Bei den Vorbereitungen auf den Einstieg in die Königsklasse liegt das Team im Zeitplan. "Es läuft alles sehr gut und wir sind mit unseren Fortschritten sehr zufrieden", erklärt Steiner. Die Formel 1 setzt ihren Hoffnungen auf Haas Formula, schließlich sieht es in Anbetracht der Hängepartie um die Zukunft Caterhams danach aus, als sollte das Feld im kommenden Jahr aus nur 18 Autos bestehen.