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Haas-Kollision zwischen Schumacher und Masepin: Das sagt Günther Steiner

Mick Schumacher und Nikita Masepin sind im Sprint von Silverstone schon in Runde 1 kollidiert, sehen das aber nicht so eng - Schaden macht Auto noch langsamer

(Motorsport-Total.com) - Haas-Kollisionen in der ersten Runde von Silverstone haben schon fast Tradition. Erst vor zwei Jahren waren Romain Grosjean und Kevin Magnussen in der Startphase aneinandergeraten, im heutigen Sprint erwischte es auch Mick Schumacher und Nikita Masepin. In Kurve 3 kollidierten die beiden miteinander. Schumacher konnte weiterfahren, Masepin drehte sich.

Die Haas von Mick Schumacher und Nikita Masepin im Formel-1-Sprint von Silverstone

Mick Schumacher und Nikita Masepin kamen sich in Silverstone zu nah Zoom

"Das war Pech", hadert der Deutsche. "Wir haben beide einen Schaden davongetragen, der unsere Position natürlich nicht verbessert." Am Ende landeten beide Haas-Piloten auf den Plätzen 18 und 19 und damit lediglich vor Sergio Perez, der das Rennen aufgegeben hatte.

Damit kamen sich die beiden Piloten nach Baku aber wieder einmal zu nahe. Damals konnten beide eine Kollision noch vermeiden, heute nicht. "Es ist schwierig, einen klaren Weg zu finden, wie man so etwas vermeidet", sagt Schumacher. "Natürlich fahren wir Rennen und sind sehr nah beieinander. Da passiert so etwas nun einmal", spielt er den Vorfall herunter.

Und: "Das hat unsere Positionen für morgen ohnehin nicht wirklich beeinflusst." Denn dass man etwa Nicholas Latifi davor hätte bekommen können, glaubt Schumacher nicht. 13 Sekunden Rückstand waren es nach den 17 Sprintrunden. "Leider haben wir nicht die Pace, und dadurch waren wir noch etwas weiter weg."

Beschädigungen bei Schumacher und Masepin

Laut Schumacher war nämlich die rechte Seite seines Unterbodens an zwei Stellen beschädigt, bei Masepin war es die Endplatte des Frontflügels, die sich laut Teamchef Günther Steiner in Runde sechs endgültig verabschiedet hatte. "Der Schaden ist nicht so groß, hat aber natürlich einen Einfluss auf die Aerodynamik. Und das kann man direkt in den Reifentemperaturen sehen", so der Teamchef.

Beide beschädigten Teile kann man für den Grand Prix morgen austauschen, zudem werden die alten Teile noch einmal repariert werden. "Sie werden nicht weggeschmissen", bestätigt Steiner. Konsequenzen sollte das auf die Performance keine haben: "Normalerweise kann man das beheben, ohne die Qualität zu verschlechtern oder das Gewicht zu erhöhen."


Die LIVE-Analyse des ersten Formel-1-Sprints

Viele dürften sich nun die Frage stellen, wie Steiner mit der teaminternen Kollision umgeht. Der Südtiroler hat in den vergangenen Jahren so seine Erfahrungen gemacht und mit seinen beiden Piloten auch nach Baku gesprochen. Er sagt, dass das Thema im Debrief nach dem Sprint von allen offen beredet wurde.

"Das ist nun einmal, wo wir sind. Das Auto hat untersteuert, und er (Masepin; Anm. d. Red.) hat sein Bestes versucht und ist reingerutscht. Wir wollten es vermeiden, aber das passiert", sagt er. "Glücklicherweise konnten beide weiterfahren und das Rennen aufnehmen. Das ist wichtig", so Steiner. "Aber natürlich ist es nicht fantastisch."

Masepin-Startübung wird untersucht

Nikita Masepin stand zudem noch wegen eines anderen Vorfalls im Visier der Rennkommissare. Wie Carlos Sainz und Sebastian Vettel musste er sich verantworten, weil er im zweiten Training ein Vergehen bei der Startübung begangen hatte. Alle drei Fahrer wurden mit einer Verwarnung belegt.

"Es gibt die Regel, dass du immer den vordersten Startplatz einnehmen musst", erklärt Steiner. "Und als er in seinen gefahren ist, dachte er, dass er schon so weit vorne wie möglich ist, weil vor ihm ein Auto war. Das ist dann aber noch weitergefahren, und er ist in seinem geblieben."

"Vielleicht hätte er auch noch weiterfahren sollen, aber er hat da nichts absichtlich falsch gemacht", sagt Steiner weiter. "Vielleicht hätte man es im Nachhinein anders machen sollen, aber das Auto ist einfach weg und er war dann da. Und dann hat er direkt seinen Start gemacht. Da war nichts Gefährliches dabei."

Überraschend war lediglich der Zeitpunkt der Untersuchung: Erst um 18:40 Uhr MESZ, also mehr als viereinhalb Stunden nach dem Vergehen, wurde die Untersuchung angekündigt, kurz vor 22 Uhr kam die Entscheidung.

"Ich weiß nicht, warum das so spät kam", sagt Steiner. "Ich kann nur schätzen, dass irgendjemand was dazu gesagt hat, aber das ist nur geraten. Ich habe keinen Beweis dafür, aber es kam erst nach dem Sprint-Qualifying." Doch am Ende kam "nur" eine Verwarnung heraus, mit dem Hinweis: "Ein solches Vergehen wird in Zukunft wahrscheinlich mit einer härteren Strafe sanktioniert."

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