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Günther Steiner: Magnussen-Strategie war "ziemlich nervenaufreibend"

Haas-Teamchef Günther Steiner hat bei der Strategie von Kevin Magnussen in Austin mitgezittert und stört sich auch nicht am verlorenen Schlussduell gegen Vettel

(Motorsport-Total.com) - Während Mick Schumacher mit seinem beschädigten Auto in Austin Pech hatte und nicht in die Punkte kam, konnte Kevin Magnussen eine mutige Strategie seines Haas-Teams umsetzen und auf Platz neun ins Ziel fahren, aus dem nach dem Protest gegen Alpine nach dem Rennen noch ein achter Platz wurde.

Haas-Teamchef Günther Steiner

Haas-Teamchef Günther Steiner zitterte am Kommandostand Zoom

Magnussen wurde auf seinen Medium-Reifen draußen gelassen und musste 38 Runden damit fahren. "Als Kevin gesagt hat, dass er denkt, dass er es auf diesen Reifen bis zum Ende des Rennens schaffen kann, haben wir uns schon gefragt, ob das wirklich klappen kann", sagt Teamchef Günther Steiner im Rückblick auf das Rennen.

Es ging nicht nur darum, ob der Reifen so lange halten würde, sondern vor allem darum, ob er lange genug die notwendige Pace haben würde, um nicht aus den Punkten zu fallen, weil der Abbau zu groß wird.

Laut Steiner habe man eine Backup-Strategie gehabt, um den Dänen so früh wie möglich auf Soft-Reifen reinzuholen, wenn man sieht, dass die Rundenzeiten zu schlecht sein würden.

Gespannt hielt man die Rundenzeiten von Magnussen am Kommandostand im Blick. "Das war ziemlich nervenaufreibend", sagt Steiner, "denn wir wussten, dass wir dann auf den zehnten Platz zurückfallen würden."

"Aber Kevin hat einen tollen Job gemacht, schnelle Rundenzeiten zu fahren und gleichzeitig nicht die Reifen zu überstrapazieren", lobt der Teamchef.

Am Ende hätte es auch noch eine bessere Position für Magnussen geben können, wenn er nicht im Schlusssektor in einem aufregenden Kampf von Sebastian Vettel überholt worden wäre. Auch in der Haas-Garage hatte man bei dem Zweikampf mitgefiebert, doch allzu enttäuscht war das Team nicht, dass man den Platz noch hergeben musste.

"Auch wenn man manchmal einen Kampf verliert, war es erfüllend, dass wir die Entscheidung getroffen haben, draußen zu bleiben", sagt Steiner. "Wir hatten das Selbstvertrauen, das zu tun, also lief es alles in allem gut."

Dank des achten Platzes in Austin und den ersten Zählern seit Österreich hat sich Haas in der Konstrukteurs-WM um zwei Punkte von AlphaTauri abgesetzt. Drei Rennen vor Schluss liegt der amerikanische Rennstall in der Meisterschaft auf dem achten Rang.