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  • 28.12.2014 · 13:32

  • von Dominik Sharaf

"Grüne" Kehrtwende: Renault lobt neue Motoren

Cyril Abiteboul sieht in der Entwicklung für die Serienproduktion und dem Imagegewinn von Elektrotechnik die großen Vorzüge der 2014er Antriebsstränge

(Motorsport-Total.com) - Mit 35 Prozent weniger Spritverbrauch im Vergleich zum Vorjahr unternahm die Formel 1 in der abgelaufenen Saison einen wichtigen Schritt in Richtung Energieeffizienz. Auch wenn Renault sportlich der große Verlierer dieser Entwicklung war, stehen die Franzosen weiter hinter der neuen Philosophie. Das betont Cyril Abiteboul, Geschäftsführer von Renault Sport F1, im Gespräch mit dem privaten Blog des Journalisten James Allen. Es gibt sogar ein dickes Lob für die neuen Regeln der Königsklasse.

Cyril Abiteboul

Cyril Abiteboul blickt über den Tellerrand des sportlichen Erfolges hinaus Zoom

Abiteboul verweist auf den häufig zitieren Transfer von der Rennstrecke in den Alltag: "Das Formel-1-Reglement erlaubt es uns, technisch sehr weit fortgeschrittene Technologie zu testen, die in Zukunft den Weg auf die Straßen finden könnte", argumentiert der frühere Caterham-Teamboss und fügt hinzu: "Außerdem ermöglicht es die Formel 1 als fantastische Marketingplattform, diese Technik auch zu vermarkten - indem wir zeigen, dass Energieeffizienz und hohe Leistung sich nicht ausschließen."

Die gesteigerte Bedeutung der Hybridkomponenten im Antriebsstrang ist für Abiteboul ebenfalls ein Fingerzeig. Die anspruchsvolle Nutzung in der Beletage des Motorsport, die Renault bei den massiven Zuverlässigkeitsproblemen 2014 auch zum Verhängnis wurde, sieht er als Nagelprobe: "Klarerweise wird Elektrotechnik in Zukunft eine große Sache", ist sich der Franzose sicher. "Wir lernen in der Formel 1 viel, wenn wir sie in Drucksituationen in einer Serie auf höchstem Niveau verwenden."

Für wichtig hält Abiteboul die neue Formel E, in der sich Renault als Technikpartner engagiert und zahlreiche Komponenten zum Einheitsfahrzeug beisteuert: "Die Serie hat das Potenzial, in der Motorsportgemeinde einzuschlagen", sagt er und glaubt an künftige Überschneidungen zur Formel 1 oder zum Langstrecken-Sport. Vielleicht sogar eine Konkurrenz? "Es wird spannend, welche Fanbasis verglichen mit der Formel 1 entsteht, weil Renault letztendlich dort aktiv sein muss, wo seine Kunden und das Publikum ist", blickt Abiteboul voraus.

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