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  • 03.03.2003 · 17:02

  • von Marco Helgert

Großer Preis von Australien: Jordan-Ford-Vorschau

Jordan-Ford möchte in der Saison 2003 hoch hinaus und am Ende zu den vier besten Konstrukteuren gehören

(Motorsport-Total.com) - Für das Jordan-Ford-Team beginnt mit dem ersten Saisonrennen in Melbourne eine immens wichtige Saison. Das britische Team fiel seit 1999, als Heinz-Harald Frentzen auf den dritten Schlussrang in der Weltmeisterschaft fuhr, leistungsmäßig immer weiter ab und verlor im letzten Jahr auch den Vertrag über die Honda-Werksmotoren.

Teamchef Eddie Jordan

Eddie Jordan möchte in der Saison 2003 auch wieder etwas zu lachen haben

Doch für Eddie Jordan ist diese Entwicklung wie eine Rückbesinnung auf fast vergessene Werte, und er freut sich auf das erste Rennen des Jahres: "Der EJ13 und unsere Partnerschaft mit Ford-Cosworth ist ein großartiges Paket. Zusammen mit unserer starken Fahrerpaarung ist Jordan-Ford eine Kraft, mit der man rechnen muss", sagte Jordan.

"Teams, die schwere Zeiten überstehen mussten, haben wichtige Kenntnisse aus dieser Erfahrung gezogen und wir werden für die Zukunft besser gerüstet sein", rang der Ire den Problemen der letzten Monate auch eine positive Seite ab. Jordan musste den Verlust vieler Sponsoren hinnehmen, was die finanzielle Situation des Teams nachhaltig beeinflusste.

Unter der Federführung von Henri Durand entstand der neue Jordan-Ford EJ13, der dem Team neuen Auftrieb in der Formel 1 geben soll. "Das Konzept des Autos verbindet eine gute aerodynamische Effizienz mit technischer Einfachheit", umreißt der Franzose das neue Auto. "Der Ford-Cosworth RS Motor ist ein sehr wichtiger Teil des neuen Autos. Er war einfach in das neue Design zu integrieren und hat alle Eigenschaften, die wir von einem Top-Motor erwarten."

Nach anfänglichen Problemen bei den Testfahrten lief es für Jordan jedoch immer besser; mehr als 4000 Kilometer konnte man während der Vorbereitung zurücklegen. "Wir haben das Meiste der geplanten Arbeit geschafft", sagte Gary Anderson, Jordans Technischer Direktor. "Es ist schwierig, unsere Leistung mit den anderen Autos zu vergleichen, bis das Rennfahren beginnt, aber im Großen und Ganzen ist der EJ13 besser als das letztjährige Auto."

"Unser erstes Ziel ist es, alle Rennen zu beenden, weil man ins Ziel kommen muss, um Punkte zu bekommen", fuhr der Brite fort. "Vorhersagen für einzelne Rennen sind wirklich akademisch, aber unser Saisonziel ist es, unter die besten vier Teams zu kommen."

Ralph Firman steht kurz vor seinem ersten Formel-1-Rennen und hat sich bereits gut an sein neues Gefährt gewöhnt. "Ich habe die Testgelegenheiten genossen und ich fühle mich im Auto sehr wohl", sagte der 27-Jährige. "Wir haben ein starkes und zuverlässiges Paket, worüber ich mich freue. Ich bin gegen einige dieser Fahrer bereits angetreten und werde einfach rausgehen und das Beste geben, damit ich mit jedem auf einem hohen Niveau mithalten kann."

Auch Giancarlo Fisichella freut sich nach einer mäßigen Saison 2002 wieder auf den Rennbeginn. "Das Paket ist weit besser als im letzten Jahr, und auch wenn es immer Verbesserungen zu machen gilt, so wissen wir derzeit nicht, wo wir im Vergleich zu den anderen Teams stehen. Das macht das erste Rennen so aufregend", erklärte der Italiener. "Ich bin froh, dass die Rennen wieder beginnen und hoffentlich werde ich punkten. Ich mag den Kurs in Melbourne, und wir werden unser Bestes geben."