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Große Ambitionen: Folgt Akt drei im Bottas-Räikkönen-Duell?

Nach ihren zwei Kollisionen bleibt das Verhältnis zwischen Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas ungeklärt - In der WM geht es noch um die Ehre

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Pilot David Coulthard erzählte einmal einen Witz, den er von seinem ehemaligen Teamkollegen Mika Häkkinen hatte: Treffen sich zwei Finnen in einer Bar. Sagt der eine: "Wie war dein Tag?" Darauf der andere: "Bist du hier zum Reden oder zum Trinken?" - Finnen reden nicht gerne, lässt sich daraus ableiten und in der Königsklasse begegnen sich mit Kimi Räikkönen (Ferrari) und Valtteri Bottas (Williams) gerade zwei Paradebeispiele dafür. Deren neuerliches Strecken-Techtelmetchel bleibt daher vorerst ungeklärt und damit womöglich gefährlich - schließlich geht es um noch um WM-Plätze.

Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas

Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas haben auf der Strecke nichts zu verschenken Zoom

Räikkönens vermeintlicher Rammstoß von Sotschi und Bottas' vermutete Rache in Mexiko hat das "Eisduell" zum heißen Thema in der Endphase der Formel-1-Saison 2015 gemacht. "Ich habe kein Problem mit der Situation", gibt sich Bottas gewohnt kühl und fügt patriotisch mundfaul hinzu: "Wir haben seitdem nicht miteinander gesprochen, aber ich denke auch nicht, dass das nötig ist." Auch "Iceman" Räikkönen wiegelt ab: "Es war nur Pech. Ich bin mir sicher, dass sich das verlaufen wird und wir klarkommen werden."

In der Heimat der beiden Protagonisten bleiben die Gemüter aber erhitzt. Die Stimmung schlägt gegen Bottas. "In Finnland hält man natürlich zu Kimi, weil er ein Weltmeister ist und viel mehr Fans hat", weiß dieser. "Das ist für mich aber okay. Ich habe mir die Kommentare und Nachrichten gar nicht angesehen, ich weiß, dass da viel Blödsinn aufkommen kann. Ich habe auch viel Unterstützung bekommen und dafür bin ich sehr dankbar."

Bottas will's wissen

Und dann kommt doch noch eine heißblütiges Seite des Williams-Fahrers zum Vorschein. Die Vorfälle mag er nämlich hinter sich gelassen haben, zurückstecken will er zukünftig aber auch nicht. "Jede Situation ist anders zu beurteilen", sagt er. "Jetzt, wo wir uns dem Ende der Saison nähern, bin ich heiß darauf, in jeder Szene zu kämpfen."

Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas

Lassen lieber Tatensprechen: Räikkönen und Bottas haben sich nichts zu sagen Zoom

Denn Bottas hat es noch auf die WM-Wertung abgesehen. Momentan liegt er mit 126 Punkten auf Rang vier in der Fahrerwertung. Das sind 125 weniger als der derzeit Drittplatzierte Sebastian Vettel hat, weswegen die Top-3 für Bottas außer Reichweite liegen. Räikkönen lauert mit nur drei Punkten weniger aber dahinter und auch Teamkollege Felipe Massa hat mit 117 Zählern zwei Rennen vor Saisonende noch ein Wörtchen mitzureden.

"Das Beste, was ich in der Fahrerwertung noch erreichen kann, ist Platz vier, und das will ich mir sichern", so der ambitionierte Bottas. "Ich würde gern das Bestmögliche herausholen. Jede Position ist für mich von Bedeutung. Viele sagen, dass es egal ist, ob man um Platz fünf oder sechs kämpft, aber für mich gilt das nicht."

Die Aussagen des 26-Jährigen in seiner erst dritten Formel-1-Saison bringen noch einmal Würze in das Finnen-Duell. Wobei Räikkönen mit 175 Grand Prix mehr Erfahrung viel gelassener an die Sacher herangeht: "Das ändert mein Leben nicht. Ich will natürlich immer das beste Ergebnis erzielen. Aber wenn es um die Plätze vier und fünf geht... Der erste Platz zählt, sonst nichts. Niemand erinnert sich daran, ob du Vierter, Fünfter, Sechster oder Siebter geworden bist." Ein dritter finnischer Zusammenstoß würde dafür umso mehr in Erinnerung bleiben.

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