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Grosjean: Warum Fahrerhandschuhe sicherer werden müssen

Welche potenziellen Sicherheitslücken Romain Grosjean bei seinem Feuerunfall in Bahrain erkannt hat und was er dagegen unternehmen will

(Motorsport-Total.com) - Fast 30 Sekunden brachte Romain Grosjean nach seinem schweren Unfall im Bahrain-Grand-Prix in den Flammen zu, ehe er sich selbst aus dem Cockpit seines Haas-Boliden befreite. Er kam mit kleineren Verletzungen davon. Und jetzt macht er sich als ehemaliger Halo-Kritiker stark für eine noch besserer Sicherheit in der Formel 1.

Romain Grosjean

In Sicherheit: In diesem Moment befreit sich Romain Grosjean aus dem Auto Zoom

"Es gibt ein paar Dinge, die wir uns anschauen", sagt Grosjean. Allen voran die feuerfesten Handschuhe, die jeder Formel-1-Fahrer verpflichtend zu tragen hat. Doch eben diese Handschuhe haben Grosjean in Bahrain nicht davor bewahrt, Verbrennungen an seinen Handrücken davonzutragen. Er habe im Auto sogar regelrecht zusehen können, wie auch die Handschuhe verbrannt seien, meint Grosjean.

Für ihn steht deshalb fest: "Wir müssen die Handschuhe verbessern. Natürlich brauchst du weiterhin ein Gefühl für deine Hände. Deine Hände sind aber auch das erste, was du bei einem Feuer in die Flammen hältst, um aus dem Auto zu gelangen."

Dass die aktuelle Schutzausrüstung womöglich unzureichend sei, das habe man erst durch seinen Unfall erfahren, erklärt Grosjean: "Wir hatten schon so lange keinen Feuerunfall mehr, aber das ist unser größter Feind."


F1-Sicherheit: Die Analyse des Grosjean-Unfalls in Bahrain

Das Sicherheitskonzept der Formel 1 hat ganze Arbeit geleistet: Im Video analysieren wir die Unfallschäden am Fahrzeug von Romain Grosjean nach Bahrai Weitere Formel-1-Videos

"Ohne Feuer wäre es immer noch ein großer Unfall gewesen, aber dann hätte ich halt gewartet, bis jemand kommt und mir aus dem Auto hilft. Doch bei Feuer hast du keine Zeit. Und Zeit war alles in dieser Situation."

Auch deshalb wolle er sich auch nach dem Ende seiner Formel-1-Zeit für mehr Sicherheit im Grand-Prix-Sport engagieren, versichert Grosjean. Er kündigt eine Aufarbeitung mit dem Automobil-Weltverband (FIA) an und meint: "Wenn man das durchmacht, was ich durchgemacht habe, dann ist man dazu verpflichtet, zu helfen."

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