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  • 02.09.2004 · 15:27

  • von Marco Helgert

'GP Masters'-Serie: Ex-Grand-Prix-Sieger auf der Strecke

'Zytek' plant etwas Besonders: Formel-1-Fahrer der Vergangenheit sollen sich in schnellen Formel-Autos wieder Rennen liefern

(Motorsport-Total.com) - Die Zeiten für die britische Firma 'Zytek' waren schon besser. Die Formel 3000 absolvierte 2004 ihre letzte Saison, ab 2005 soll die GP2-Serie von Renault kommen. 'Zytek', bisher der Motorenlieferant der Formel 3000, musste sich daher ein neues Betätigungsfeld suchen. So soll im nächsten Jahr eine neue Rennserie mit dem klangvollen Namen 'GP Masters' an den Start gehen.

Jean Alesi

Jean Alesi - wird er in der 'GP Masters'-Serie an den Start gehen?

Anstatt wieder in einer Nachwuchsserie aktiv zu sein, werden die Protagonisten der 'GP Masters' das jugendliche Alter schon vor Jahren oder gar Jahrzehnten abgelegt haben. Formel-1-Stars der vergangenen Jahre sollen sich auf identischen Autos packende Zweikämpfe auf der Strecke liefern und die "alten Zeiten" wieder aufleben lassen.#w1#

Einige Ex-Weltmeister wurden bereits kontaktiert, darunter Alan Jones, Keke Rosberg und Nigel Mansell. Sportveranstaltungen mit ehemaligen Größen funktionieren bereits in anderen Sportarten prächtig, so unter anderem im Tennis und im Golf. Im Motorsport ist dieser Ansatz jedoch neu. Sollten sich genügend Fahrer finden, so könnten die Rennen zu einem Publikumsmagneten werden.

'Zytek' hat mit der Arbeit am Chassis bereits begonnen, antreiben soll die Boliden ein 3,4-Liter-V8-Aggregat. "Wir wollen etwas bauen, das schneller als ein GP2-Auto ist", erklärte Trevor Foster von 'Zytek', der über viel Formel-1-Erfahrung verfügt, gegenüber 'Autosport'. "Das Chassis wird breit sein, über Karbonbremsen und Wippenschaltung verfügen, und der Motor wird mehr als 600 PS leisten."

Besondere Beachtung muss dabei finden, dass die geplanten Fahrer der Autos nicht mehr in Höchstform sind, die Cockpits werden also geräumig ausgelegt sein. Maximal zwanzig Autos sollen eingesetzt werden, die zentral vorbereitet werden sollen. Der Startschuss für die 'GP Masters'-Serie soll im September des kommenden Jahres fallen. Zwischen drei und fünf Rennen sollen in einer Wintersaison stattfinden.

Einen Fan hat das neue Format bereits gefunden. Jean Alesi, von 1989 bis 2001 in der Formel 1 und heute für Mercedes in der DTM unterwegs, könnte sich ein Engagement vorstellen. "Ich erwäge es", erklärte er 'Autosport'. "Ich denke, dass ich gut in diese neue Meisterschaft passen würde. Dabei müsste ich natürlich mein langfristiges Engagement mit Mercedes in der DTM berücksichtigen."

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