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  • 29.10.2011 · 17:51

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Gillan lobt Maldonado: Mit wenig Übung vor Barrichello

Williams ist mit den Startpositionen 13 und 15 zufrieden - Pastor Maldonado überzeugt Chefingenieur Mark Gillan: "Motorenprobleme liegen nicht an ihm"

(Motorsport-Total.com) - In Reihen von Williams sehnt man das Ende dieser wenig erfolgreichen Saison herbei. Im kommenden Jahr will sich das Traditionsteam aus Grove sportlich deutlich besser präsentieren. Im Jahr 2011 schafften es die Briten nur sehr selten in die Punkte. Beim anstehenden ersten Grand Prix in Indien gibt es allerdings die Aussicht auf weitere Zähler. Von den Startplätzen 13 (Pastor Maldonaldo) und 15 (Rubens Barrichello) rechnet man sich gute Chancen aus.

Pastor Maldonado

Qualifying: Pastor Maldonado stach seinen erfahrenen Teamkollegen aus

"Wir haben besser abgeschnitten als erwartet. Pastor hat tolle Arbeit abgeliefert. Man muss bedenken, dass er am Freitag gleich zweimal von Motorenproblemen geplagt wurde, also in den Trainings sehr wenig fahren konnte", lobt Chefingenieur Mark Gillan. "Wir stehen dort, wo wir mit unserem Auto derzeit hingehören. Wir sind nicht dort, wo wir sein wollen, aber mehr ist derzeit nicht drin. So gesehen können wir mit dem Qualifying also zufrieden sein."

Dass Rookie Maldonado vor dem alten Hasen Barrichello steht ist überraschend, weil der Venzuelaner am Freitag aufgrund von Motorenproblemen nur wenig fahren konnte. "Natürlich hat alles, was irgendwie gehäuft auftritt, immer einen speziellen Grund. Es hat also nichts mit Pech zu tun", sagt Gillan zu den mehrfach auftretenden Triebwerkssorgen beim Neuling. "In diesem Fall liegt es aber nicht an Pastor, oder an seiner Fahrweise, sondern einzig und allein an einem Problem im Motor. Die Ursachen sind bekannt, Cosworth arbeitet an entsprechenden Lösungen."

Der Wohlfühlfaktor auf der neuen Strecke in Noida hatte einen Anteil am soliden Abschneiden in der Qualifikation. Beide Williams-Piloten zeigten sich vom Layout der neuen Anlage beeindruckt. "Ich mag die eher traditionellen Strecken - all jene Pisten, wo die Fahrer auf eine harte Probe gestellt werden. Suzuka ist solch ein Beispiel, oder auch Spa, Interlagos und Monaco", schildert Gillan seine Sicht der Noida-Dinge.


Fotos: Williams, Großer Preis von Indien


"Dies hier ist eine ganz neue Strecke, die wir in all ihren Eigenheiten erstmal noch genauer kennenlernen müssen. Die Simulationen geben uns zwar gewisse Hinweise, aber es bleibt im richtigen Betrieb dann immer noch ein Lernprozess", erklärt er. "Ich sehe die Faszination in technischer Hinsicht. Es gibt Kurven, die ein ganz spezielles Setup erfordern, sonst verlierst du dort drei oder vier Zehntelsekunden. Der Clou ist es dann, dieses Setup so hinzubekommen, sodass man in allen anderen Kurven nicht zu sehr leidet."

"So etwas macht uns Technikern Freude", lächelt der neue Chefingenieur in Reihen von Williams. Bei der Suche nach der perfekten Lösung für die Schlüsselstellen gehe man nicht immer die Wunschwege der Piloten. "Ein gutes Setup ist ein gutes Setup", sagt er. "Fahrerspezifisch gibt es dann vielleicht kleine Unterschiede bei der Aerobalance. Aber die Unterschiede sind nicht groß. Wichtig ist, dass das Auto im Grundsetup möglichst schnell ist."

"Die Strecke ist derzeit noch recht schmutzig. Das macht es zu einer besonderen Herausforderung", erklärt der Brite, der in der kommenden Saison dem neuen Technikdirektor Mike Coughlan unterstellt sein wird. "Der Grip baut sich in den Sessions immer mehr auf. Wenn kein Auto mehr fährt, dann fliegt der Schmutz zurück auf die Strecke. Das macht es interessant. Auf Grundlage dessen rechne ich persönlich mit einem spannenden Rennen."

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