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  • 19.08.2001 · 19:19

Frentzen: "Ungarn war für mich nur ein Testwochenende!"

Heinz-Harald Frentzen spricht über seine ersten Eindrücke von seinem neuen Arbeitsgefährt, dem Prost AP04

(Motorsport-Total.com) - Nach seiner fristlosen Kündigung bei Jordan feierte der Mönchengladbacher Heinz-Harald Frentzen beim Großen Preis von Ungarn seine Premiere im Team von Ex-Weltmeister Alain Prost. Gegenüber 'Premiere World' machte der dreimalige Grand Prix-Sieger deutlich: "Ungarn war für mich nur ein Testwochenende!" In dem Exklusiv-Interview mit 'Premiere World'-Moderator Wolfgang Rother äußerte sich der 34-Jährige auch über Stärken und Schwächen seines neuen Boliden und die Beweggründe, weshalb er zu Prost wechselte.

Heinz-Harald Frentzen im Prost AP04 unterwegs

Heinz-Harald Frentzen erlebte ein schwieriges Wochenende Zoom

"Der Prost hat große Probleme mit der Balance. Wir hatten in Ungarn eingangs der Kurven fatales Übersteuern, ausgangs der Kurven fatales Untersteuern. Das ist das Schlimmste, was einem passieren kann und vor allem für die Reifen schlecht", schilderte Frentzen seine ersten Erfahrungen mit seinem neuen Auto. "Auch die Lenkung ist eine der Schwächen, die Prost diese Saison hat", ergänzte der Mönchengladbacher.

Dennoch ist der Ex-Jordan-Pilot mit seinem neuen Team im Großen und Ganzen zufrieden: "Ich versuche zu analysieren, woran es bei Prost scheitert, schneller zu fahren. Sie haben aber insgesamt ein gutes Paket mit dem Ferrari-Motor. Auch die Aerodynamik ist von der Basis o.k." Extralob gab es von Frentzen für den Motorenlieferanten: "Es ist sehr interessant, mal einen Ferrari-Motor zu fahren. Ich muss sagen, dass sie im Moment den anderen Teams bei der Software- und Technikentwicklung bereits weit voraus sind."

Der Grund für sein Engagement beim französischen Ex-Weltmeister ist laut des Mönchengladbachers ganz einfach: "Ich bin zu Prost gegangen, weil es ehrlich gesagt nichts anderes gab. Nach dem Anruf von Prost wollte ich erst einmal das Potenzial abklopfen. Von der Basis her ist das Team in Ordnung. Es hat einen starken Motor, gute Software und eine gute Aerodynamik. Es steckt irgendwo im Auto ein kleines Problem, aber wie gesagt: Die Basis ist o.k."

Frentzen nahm auch nochmals Stellung zu den Problemen mit seinem Ex-Team Jordan: "Anfang der Saison lief alles nach Plan. Dann mussten wir eine Ausfall-Serie hinnehmen. Ich habe versucht, die Mannschaft auf mögliche Verbesserungen hinzuweisen. So genau möchte ich aber die Situation bei Jordan nicht kommentieren, schließlich ist die Angelegenheit ein laufender Rechtsstreit. Ich möchte dem Image des Teams keinen Schaden zufügen."

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