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Formel-1-Verkauf: Jetzt rollen die Milliarden...

Noch bevor die Formel 1 überhaupt an die Börse geht, verdient CVC Capital Partners mit dem Verkauf von Anteilen mehr als eine Milliarde Euro

(Motorsport-Total.com) - Nicht erst mit dem für diesen Sommer geplanten Börsengang der Formel 1 in Singapur, sondern schon davor rollen für die bisherigen Mehrheitseigentümer der obersten Formel-1-Holding Delta Topco, CVC Capital Partners, die Milliarden. Denn wie diese Woche bekannt wurde, hat CVC schon jetzt Anteile an der Königsklasse des Motorsports zu Geld gemacht.

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone und Co. verdienen mit der Formel 1 astronomische Summen

CVC hat 21,3 von insgesamt 63,8 Prozent an drei Investmentgesellschaften verkauft und den eigenen Anteil damit auf 42,5 Prozent reduziert. Im Zuge des Initial Public Offerings (IPO) in Singapur wird CVC weitere elf Prozent emittieren und schließlich nur noch 31,5 Prozent der neuen Formel-1-AG kontrollieren. Damit verliert CVC die absolute Mehrheit. Strategische Entscheidungen werden künftig vom neuen Vorstand unter dem Vorsitz des Österreichers Peter Brabeck-Letmathe getroffen.

Bei den neuen Miteigentümern der Formel 1 handelt es sich um Waddell & Reed (13,9 Prozent um 635 Millionen Britische Pfund erworben) sowie die amerikanische BlackRock-Gruppe und die Norges-Investmentdivision der norwegischen Zentralbank, die gemeinsam 381 Millionen Pfund für 7,4 Prozent der Anteile auf den Tisch gelegt haben. Das bedeutet, dass CVC durch den Teilverkauf umgerechnet 1,257 Milliarden Euro eingenommen hat.

Delta Topco wird somit auf einen Gesamtwert von derzeit rund sechs Milliarden Euro geschätzt. Mindestens genauso wichtig ist aber die Symbolkraft des Investments der drei neuen Eigentümer, denn diese gelten auf den Finanzmärkten dieser Welt als echte Schwergewichte. BlackRock ist mit einem 2,85 Billionen Euro (!) schweren Portfolio der weltweit größte Finanzverwalter überhaupt; Norges verwaltet Werte in der Höhe von 450, Waddell & Reed 70 Milliarden Euro, darunter Beteiligungen an Apple, Coca-Cola, Google und McDonald's.

"Es ist super, sie an Bord zu haben. Das zeigt, wie ernst die Formel 1 von der Finanzwelt genommen wird", wird Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone von 'Pitpass' zitiert. Er habe aber nicht vor, sich nun zur Ruhe zu setzen, obwohl Brabeck-Letmathe den Vorsitz der Formel-1-AG übernehmen wird. Der Österreicher setzte sich gegen Martin Sorrell durch, der kein gutes Verhältnis zu Ecclestone hat. "Peter ist super", lobt Ecclestone. "Er ist eine ganz andere Persönlichkeit als Martin Sorrell."

Für den 81-Jährigen selbst ändert sich vorerst nichts: "Ich würde niemanden anstellen, um meine Arbeit zu tun, denn niemand könnte das Business so führen wie ich. Man hätte auch Frank Sinatra fragen können, ob er jemanden suchen will, der ihn ersetzen soll. Vielleicht kann jemand singen, aber genau wie Sinatra? Nein. Wird jemand das Business so führen wie ich? Nein. Vielleicht macht es jemand besser, aber sicher nicht genau gleich", schließt Ecclestone einen baldigen Rücktritt aus.

Die Änderungen in der Eigentümerstruktur der Formel 1 begrüßt er: "Ich sehe den Börsengang als einen Wechsel der Anteilseigner", sagt der Brite. "Wir haben im Moment Anteilseigner. Die werden einige ihrer Anteile verkaufen, dafür kommen neue Anteilseigner rein. Ich glaube nicht, dass die Anteilseigner das Unternehmen führen wollen, also ändert sich nichts. Und es bringt auch kein Investment ins Unternehmen, denn das hat das Unternehmen nicht nötig."

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