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Formel-1-Test Barcelona: Red Bull verweigert die Zeitenjagd

Während die meisten anderen Teams schnelle Runden fuhren, standen bei Red Bull am Samstag beim Formel-1-Test in Barcelona Longruns auf dem Programm

(Motorsport-Total.com) - Mit einer schnellsten Rundenzeit von 1:25.742 Minuten war Daniel Ricciardo (Red Bull) am Samstag beim Formel-1-Test in Barcelona langsamster Fahrer des Felds. Doch dafür hat der Australier eine gute Erklärung, denn das Testprogramm von Red Bull wich heute von dem der Konkurrenz ab. "Die anderen sind auf weichen oder superweichen Reifen schnelle Runden gefahren. Diese Reifen haben wir heute gar nicht genutzt und uns nur auf uns selbst konzentriert", sagt Ricciardo.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo fuhr am Samstag in Barcelona ausschließlich Longruns Zoom

Anstelle von Qualifying-Simulationen fuhr Ricciardo längere Versuche, die sich bis zum Testende auf 128 Runden addierten. "Wir sind einige Versuche über zwölf bis 15 Runden gefahren, bei denen die Rundunzeit innerhalb von einer Sekunde war. Das war recht gut. Wie es mit wenig Benzin aussieht, weiß ich noch nicht", so Ricciardo. "Die Mercedes haben eine enorme Pace, aber auch Williams und Ferrari sehen stark aus."

Insgesamt sieht der Australier sein Team deutlich besser aufgestellt als vor einem Jahr. "Die Zuverlässigkeit sieht gut aus. Jetzt kommt es auf das Feintuning an", so Ricciardo. Mit dem RB11 sei dem Team zudem wieder ein guter Wurf gelungen. "Wir haben viel Potenzial. Es gab heute ein paar kleine Neuerungen, die meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung waren. Ich spüre, dass wir unsere Schwachstellen aus dem Vorjahr ausmerzen", so Ricciardo.


Fotos: Red Bull, Testfahrten in Barcelona


Was genau diese Schwachstellen waren, will er nicht verraten. Nur so viel: "Wir verstehen jetzt einige Dinge im Bereich der Aerodynamik besser." Auch Antriebspartner Renault habe einen Schritt nach vorne gemacht. Das bestätigt auch Teamchef Christian Horner. "Die Fahrbarkeit ist deutlich besser geworden", sagt er gegenüber 'auto, motor und sport'.

Die in Barcelona eingesetzten Triebwerke entsprechen dabei weitgehend schon der Spezifikation, die auch beim Saisonstart in Melbourne (15. März) gefahren werden soll. "Nur an der Zündung basteln sie noch rum", so Horner. Auch Ricciardo hofft darauf, dass der Red Bull bis zu seinem Heimrennen noch verbessert wird. "Was wir hier haben ist gut, aber was wir in Australien haben werden, wird besser sein", sagt er.