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Formel-1-Technik: McLarens Aerodynamik-Offensive erklärt

Die kurze Nase als neue aerodynamischen Philosophie: Warum für Alonso, Button und Co. alles besser werden soll und der Crashtest zur Hängepartie wurde

(Motorsport-Total.com) - Im Kampf um ein konkurrenzfähigeres Auto hat McLaren für den Österreich-Grand-Prix ein großes Updatepaket gebracht, dessen tragende Veränderung eine neue, kurze Nase ist. Damit folgt das Team dem Vorbild der Konkurrenz. Eine zuvor sehr langes Bauteil wurde am MP4-30 gegen eine extrem kurze, daumenförmige Version ausgetauscht. Äußerlich ähnelt die Lösung der von Williams.

Fernando Alonso

Die neue McLaren ist bislang nur am Auto Fernando Alonsos zu sehen Zoom

Am FW37 zeigt sich ebenfalls ein breites, eckiges Profil, das in seinen Abmessungen knapp die Vorgaben des Reglements einhält. Das Debüt der Nase zusammen mit weiteren aerodynamischen Neuerungen steckte bis zum Beginn des Freien Trainings voller Schwierigkeiten.

Es ist schwieriger, eine kurze Nase über den Crashtest zu bringen, weil die Bestimmungen für 2015 bei der Verzögerung für die ersten 150 Millimeter der Nase strenger sind, um die sehr schmalen Konstruktionen des Vorjahres zu verunmöglichen. Ergo musste das Team bei der inneren Struktur der Nase Hand anlegen, um die Ansprüche der FIA zu erfüllen. Trotz der äußerlichen Ähnlichkeiten zur Williams-Nase wird es interessant, ob McLaren auch in diesem Punkt dem Vorbild folgt.

Fernando Alonso

Nicht nur an der Front, sondern am gesamten Chassis wurde Hand angelegt Zoom

Die "Nasenbox" - wie McLaren sie selbst taufte - bestand einen unabhängigen Crashtest. Diverse Abweichungen im Testprozedere jedoch führten zu einer FIA-Untersuchung, die die Premiere der Nase auf die zweite Session des Freien Trainings in Spielberg verschoben. Weitere Teile für das Update waren am Freitagmorgen noch auf dem Weg an den Red-Bull-Ring, was dazu führte, dass das gesamte Paket erst in letzter Minute zusammengeschraubt wurde.

Die Nase war wie geplant nur am Boliden Fernando Alonsos zu sehen, während Jenson Button, der beim vorherigen Upgrade in China den Vorzug erhielt, sich mit der alten Version begnügen musste.

Peter Prodromou

Peter Prodromou ist der kluge Kopf hinter den McLaren-Upgrades Zoom

Die kurze Nase entspricht einer anderen aerodynamischen Philosophie als das "lange" Design der vorangegangenen Lösung: Beide haben ihre Vorzüge, aber die kurze Nase leitet den Luftstrom wohl besser zum Fahrzeugende, weil sie weniger Widerstand an der Front erzeugt.

Das erlaubt eine effizientere Aerodynamik, weil der Luftstrom weniger gestört wird. Positive Effekte sind ein besser funktionierender Diffusor und ein besser angeströmter Heckflügel. Das veränderte Konzept erfordert es, die Außenhaut des MP4-30 ebenfalls zu verändern und am Frontflügel, dem Unterboden und dem Diffusor ebenfalls Hand anzulegen. Alles ist bereits am Alonso-Auto zu sehen, was einem ersten, kurzen Test der Teile gleichkommt.

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