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Formel 1 Spa 2017: Lewis Hamilton Schnellster am Freitag

Lewis Hamilton ist beim Grand Prix von Belgien vorerst tonangebend, aber der fünfte Platz von Sebastian Vettel täuscht: Ferrari glänzt mit starken Longruns

(Motorsport-Total.com) - Lewis Hamilton sicherte sich mit einer Runde von 1:44.753 Minuten die Bestzeit im Freitagstraining zum Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps (Formel 1 2017 live im Ticker). Der Mercedes-Fahrer hatte nach insgesamt drei Stunden am Vor- und Nachmittag 0,262 Sekunden Vorsprung auf Kimi Räikkönen (Ferrari) beziehungsweise 0,427 auf seinen Teamkollegen Valtteri Bottas.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton sicherte sich die Bestzeit im zweiten Freien Training in Spa Zoom

Sebastian Vettel (Ferrari) belegte mit 0,482 Sekunden Rückstand den fünften Platz, überzeugte aber bei den abschließenden Longrun-Tests. "Im Renntrimm", sagt Formel-1-Experte Marc Surer, "scheint der Ferrari richtig gut zu sein." Und auch Williams-Berater Alexander Wurz glaubt, dass es an der Spitze "knapp" zugeht: "Ausrasten kann sich Mercedes jedenfalls nicht."

Der neue Motor funktioniere zwar "wie erwartet gut", sagt Sportchef Toto Wolff, aber Vettels Prognose von Donnerstag, Mercedes sei "klarer Favorit", teilt er nicht: "Ich glaube, das war zu optimistisch. Auf dem Ultrasoft ist der Abstand viel geringer, und Sebastian hat die Runde nicht richtig zusammenbekommen. Es wird wieder ein heißer Ritt. Wir machen uns keine Illusion. Die werden morgen noch stärker."

Zumal Vettel ganz offensichtlich Luft nach oben wittert, wenn er analysiert: "Was die Balance angeht, sind wir nicht weit weg. Wir haben's nicht ganz geschafft, eine Runde zusammenzubringen." Sein Ferrari schiebe "noch ein bisschen zu sehr über die Vorderräder", außerdem sei das Heck "ein bisschen zu nervös". Aber das könne man bis morgen beheben.

Selbst Red Bull, auf der Highspeed-Strecke an und für sich bestenfalls dritter Favorit, setzte einzelne Ausrufezeichen. Zum Beispiel die Sektorenbestzeiten von Daniel Ricciardo im ersten und dritten Abschnitt. Trotzdem fehlten dem Australier unterm Strich 1,319 Sekunden auf Hamilton - weil er im kurvenreichen zweiten Sektor mit seinen flach eingestellten Flügeln keine Chance hatte.

Konträr unterwegs war Teamkollege Max Verstappen (4./+0,472), der mit steileren Flügeln im Mittelsektor Schnellster war. "Wenn wir einen Kompromiss zwischen Ricciardos Set-up, der in Sektor 1 und 3 sehr schnell war, und dem von Verstappen finden, der in Sektor 2 schnell war, dann können wir mithalten", vermutet Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko - steigt aber gleichzeitig auf die Euphoriebremse: "Der Longrun von Sebastian war fast eine Dreiviertelsekunde schneller."

Wobei die Rundenzeiten mit viel Benzin letztendlich schwierig zu bewerten sind, weil es knapp eine halbe Stunde vor Schluss zu regnen begann. Ricciardo und Fernando Alonso (11./McLaren/+1,990) drehten noch eine Installationsrunde auf Intermediates, die Erkenntnis Alonsos war aber ernüchternd: "Zu viel Regen!"

Schon bis dahin hatte sich Nico Hülkenberg (Renault) in FT2 mit 1,688 Sekunden Rückstand den siebten Platz ("Best of the Rest") gesichert. Damit ließ er Esteban Ocon (Force India/+1,720), Carlos Sainz (Toro Rosso/+1,808) und Jolyon Palmer (Renault/+1,917) in den Top 10 hinter sich. Lokalmatador Stoffel Vandoorne (McLaren/+2,550) wurde 14.

Was sonst noch auffiel: dass Ocon Force-India-intern den ganzen Tag schneller war als Sergio Perez (12./+2,231), dass Sauber trotz Update mehr als eine Sekunde auf das zweitschlechteste Team fehlt und dass Felipe Massa (Williams) nach seinem Crash in FT1 nicht mehr an FT2 teilnehmen durfte. Erstens, weil das Chassis gewechselt werden musste, zweitens, weil damit ein FIA-Regelverstoß vorgelegen wäre. Erst morgen darf der Brasilianer wieder fahren.

Peinlich für Williams, dass es auch in der Box von Lance Stroll (17./+3,108) eine Regelpanne gab. Der Kanadier gab nämlich seinen ersten Reifensatz des Tages, der normalerweise nach 40 Minuten FT1 an Pirelli zurückgegeben werden muss, nicht rechtzeitig ab, sondern fuhr damit auch nach Ablauf der 40 Minuten noch zwei Runs. Die FIA untersucht den Regelverstoß nun.

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