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Formel 1 Singapur 2016: Mercedes wieder mit Rückstand

Max Verstappen sichert sich die Bestzeit im ersten Freien Training beim Nachtrennen in Singapur - Nico Rosberg muss nach Crash vorzeitig aufhören

(Motorsport-Total.com) - Das Mercedes-Team scheint beim Grand Prix von Singapur (Formel 1 2016 live im Ticker) auch in diesem Jahr streckenspezifische Schwierigkeiten zu haben, seiner sonstigen Vormachtstellung gerecht zu werden. Im ersten Freien Training am frühen Freitagabend sicherte sich jedenfalls Red-Bull-Fahrer Max Verstappen (1:45.823 Minuten) die Bestzeit.

Titel-Bild zur News: Nico Rosberg

Mercedes hatte im ersten Freien Training etwas Rückstand auf die Bestzeit Zoom

Lewis Hamilton (4./+0,603) und Nico Rosberg (5./+0,690) verzichteten jedoch auf einen Ultrasoft-Run, was ihren Rückstand relativiert. Rosberg verschrottete dafür bei der Anfahrt zum kurzen Tunnel mit stehenden Vorderrädern einen Frontflügel und musste sein Programm zehn Minuten früher als geplant beenden. Für das zweite Training in der Nacht sollte das jedoch kein Problem darstellen, wie das Team in einer ersten Reaktion bestätigt.

Die beiden Red Bulls legten immer weiter zu, je länger die Session dauerte, waren am Ende durch 0,049 Sekunden getrennt und hatten knapp eine halbe Sekunde Vorsprung auf ihren ersten Verfolger Sebastian Vettel (Ferrari). Der küsste einmal die Mauer in der schnellen Linkskurve im letzten Sektor, relativierte aber: "Nur Kosmetik." Immerhin: Andere Topstars wie Verstappen oder Hamilton unterlief genau der gleiche Flüchtigkeitsfehler.

Von den drei Topteams war Kimi Räikkönen zunächst der einzige Fahrer, der etwas abfiel. Der Ferrari-Pilot stieg kurzzeitig wegen eines technischen Problems aus und verbesserte sich im Finish nur noch auf P6, mit gut einer Sekunde Rückstand. Grundsätzlich sieht es aber so aus, dass Red Bull, Mercedes und Ferrari auf halbwegs vergleichbarem Niveau unterwegs sind - wobei die große Frage bleibt, wie schnell Mercedes mit Ultrasoft-Reifen gewesen wäre.

In der gedachten vierten Startreihe nisteten sich zunächst die beiden Toro-Rosso-Junioren ein, mit 1,113 beziehungsweise 1,860 Sekunden Rückstand. Felipe Massa (Williams/+2,221) und Esteban Gutierrez (Haas/+2,286) komplettierten die Top 10. Fernando Alonso (McLaren/+2,379) wurde nach einem leichten Mauerkuss Elfter, Teamkollege Jenson Button (16./+3,792) schaffte nach einem Problem mit dem Benzinsystem noch 20 Runden.

In etwa in der McLaren-Gewichtsklasse boxte zum Auftakt Force India; Nico Hülkenberg belegte P13, war aber um eineinhalb Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege. Pascal Wehrlein (Manor/+5,289) wurde 19. und war damit klar schneller als Esteban Ocon (21./+6,556). Gar nicht zum Fahren kam Romain Grosjean: Für den Haas-Teamleader war die erste Session schon nach nur zwei Runden zu Ende.