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  • 14.10.2015 · 15:56

  • von Dieter Rencken & Ryk Fechner

Formel-1-Cockpit bei Manor 2016: Wehrlein muss weiter hoffen

Die Frage, wer die beiden Manor-Marussia in der Saison 2016 fahren wird, ist weiter offen - Die Teamführung gibt sich weiter bedeckt

(Motorsport-Total.com) - Bei Manor-Marussia herrscht Aufbruchstimmung nach dem Motorendeal mit Mercedes. Qua FIA-Reglement bekamen die Hinterbänkler der Formel 1 in diesem Punkt für 2016 sogar gleiches Material wie das Werksteam zugesichert. Daher steckt sich die Mannschaft, die aktuell mit Ferrari-Motoren von 2014 unterwegs ist, neue Ziele und will so schnell wie möglich den Anschluss an das Mittelfeld finden. Dabei ist noch ungeklärt, mit welcher Fahrerpaarung man in der bevorstehenden Saison an den Start gehen will.

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein muss weiter um einen Stammplatz in der Formel 1 kämpfen Zoom

Vor einigen Monaten galt Pascal Wehrlein als heißer Anwärter auf ein Manor-Cockpit. Momentan führt der 20-Jährige die Fahrerwertung der DTM mit 37 Punkten Vorsprung vor Edo Mortara an und hat beste Chancen, sich zum jüngsten DTM-Gesamtsieger aller Zeiten zu krönen (zur DTM-Rubrik). Dass jedoch auf den Titel nicht automatisch ein Formel-1-Engagement folgt, unterstrich kürzlich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Er würde den jungen Wehrlein in der DTM am liebsten reifen sehen und machte deutlich, dass Mercedes-Motoren für Manor-Marussia nicht zwangsläufig ein Wehrlein-Inklusivpaket bedeuten.

Auch bei Manor-Marussia selbst hat man aktuell andere Sorgen als die Fahrerpaarung. "Es ist für keinen Fahrer im Moment einfach, in die Formel 1 zu kommen und viele sehr gute Fahrer versuchen das gerade", beschreibt Manor-Sportdirektor Graeme Lowdon den umkämpften Fahrermarkt.

Die Prioritäten des Teams, das aktuell von Rennen zu Rennen lediglich auf Zielankunft fährt, liegen momentan nicht auf der Frage, wer für sie ins Lenkrad greift. "Wir haben schon in diesem Jahr Fahrer, auf die wir uns konzentrieren müssen. Die Entscheidung, mit wem wir fahren, kommt auf uns zu einem viel späteren Zeitpunkt der Saison zu."


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Bei jenen Fahrern handelt es sich neben Wehrlein auch um den US-Amerikaner Alexander Rossi, der keine Chancen hat bei Haas anzudocken, da das neue US-Team zunächst auf eine erfahrene Fahrerpaarung statt auf patriotische Schnellschüsse setzen will. Daneben rechnen sich auch noch Stammfahrer Will Stevens und Einsatzfahrer Roberto Merhi, der 2015 zeitweise einen Platz für Rossi räumen muss(te), Chancen auf einen Manor-Drive aus. Zudem könnte der Fabio Leimer gute Karten in der Hand halten. Der Schweizer ist Testfahrer des britischen Formel-1-Rennstalls.