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Force India: Neue Aufhängung soll Setup-Fehler verhindern

Force-India-Technikchef Andy Green verspricht den Aufwärtstrend - Und setzt dabei auf eine raffinierte Aufhängung, den neuen Windkanal und High-tech-Simulationen

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Williams zwei Grafiken des neuen Boliden für die Saison 2015 ins Internet stellte, war Force India das erste Team, das dieses Jahr wirklich die Hüllen fallen ließ. Nach dem Verschwinden des schwarzen Tuchs erblickte mit dem VJM08 ein Auto das Licht, das den Trend von Williams fortsetzt: Vor allem im Bereich der Nase gibt es bei der neuen Fahrzeug-Generation durch die Reglementänderungen, die die sonderbaren Lösungen des Vorjahres unterbinden sollen, Änderungen, die auf den ersten Blick sichtbar sind.

Force India, Heck

Gut versteckt, aber umso relevanter: Force India setzt 2015 auf eine neue Aufhängung Zoom

Die Nase sitzt bei Nico Hülkenbergs neuem Auto deutlich tiefer als bei seinem Vorgänger, läuft aber im Gegensatz zum Williams spitzer zu. "Durch das Absenken der Front des Chassis' und der Nase sieht die Front ganz anders aus als die bisherigen Entwicklungen", erklärt Technikchef Andy Green.

"Dieses überarbeitete Design hat uns im Winter viel Arbeit abverlangt, da das neue Reglement einen Abtriebsverlust bringt. Wir haben also daran gearbeitet, diese Performance wieder zurückzuerobern", schildert er das Hauptprojekt der vergangenen Monate. Auch die Form der Seitenkästen und die Kühlluft-Einlässe haben sich leicht verändert.

Hydromechanische Aufhängung als Heilsbringer?

Unter der Haube hat sich auch einiges getan: Force India vertraut zwar weiterhin auf die Antriebseinheit von Klassenprimus Mercedes, doch Green ist besonders stolz auf die neue Radaufhängung: "Die Hinterradaufhängung ist komplett neu. Das neue hydromechanische System ersetzt die ursprünglich verwendeten Drehfedern. Das erlaubt es uns, an der Hinterachse komplett neue Setup-Varianten zu finden, außerdem können wir viel schneller Änderungen in der Garage durchführen."


Fotos: Der neue Force India VJM08


Generell handelt es sich beim neuen VJM08 um eine Weiterentwicklung des Vorjahresautos, weil sich das Reglement nach der Revolution im Vorjahr nur im Detail geändert hat. Neu ist aber die Regelung, dass jedes Team nur einen Windkanal verweden darf. Force India, das nur eine alte Anlage in Silverstone besitzt, hat sich entschlossen, den Standort Köln als Windkanal zu nominieren - die TMG-Anlage gilt als eine der besten der Welt.

Neuer Windkanal, verbesserte Simulation: Force India rüstet auf

Andrew Green, Andy Green

Technikchef Andy Green riskiert: Der neue Bolide fährt erst in Barcelona Zoom

Der Vertrag läuft seit Januar. Das ist auch einer der Gründe, warum man noch bis Mitte Februar im neuen Windkanal feilt und das Auto beim Testauftakt in Jerez Anfang Februar noch nicht einsetzen wird. Der größte Vorteil: Endlich kann Force India auf die 60-Prozent-Windkanal-Modelle bauen, die bei den Top-Teams längst Usus sind.

"Das wird bei der Entwicklung eine entscheidende Hilfe sein", frohlockt Green. "Die Möglichkeit, 60-Prozent-Modelle einzusetzen, ist ein entscheidender Schritt vorwärts, was die Qualität der Daten angeht, die wir erheben. Dadurch wird sich die Korrelation zwischen den Windkanal-Ergebnissen und den Daten des Autos verbessern."

Europa-Updates ausschließlich in Köln entwickelt

TMG-Fabrik in Köln

Force India nutzt seit 2015 ausschließlich den TMG-Windkanal in Köln Zoom

Auch die Simulator-Einrichtungen und die CFD-Möglichkeiten (Computational Fluid Dynamics, auf Deutsch: Numerische Strömungsmechanik, Anm.) in Silverstone sollen laut Green ebenfalls verbessert werden. "Derzeit arbeiten wir mit einer Rechenleistung von 30 Teaflops", verrät er. "Das ist ein großer Unterschied zu den 0,3 Teraflops vor fünf Jahren. Wir rechnen damit, dass wir die Früchte dieser Investitionen bei der Entwicklung des neuen Autos in der Saison 2015 und darüber hinaus ernten werden."

Er gibt auch erste Einblicke, in welchem Abstand man 2015 Updates bringen will. "Und zwar vom Anfang der Saison bis zum Ende", sagt er. "Das erste große Paket erwarten wir für den Auftakt der Europasaison. Dabei wird es sich um die ersten Updates handeln, die ausschließlich im neuen Windkanal entwickelt wurden."

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