Force India: Mit unterschiedlicher Strategie zum Erfolg

Force India hat in Abu Dhabi einen großen Schritt Richtung Platz sechs gemacht - Adrian Sutil und Paul di Resta fuhren mit unterschiedlicher Strategie in die Punkte

(Motorsport-Total.com) - Nachdem es im Qualifying zum Grand Prix von Abu Dhabi beide Force India in die Top 10 geschafft hatten, kamen auch beide Boliden des indischen Teams in den Punkterängen ins Ziel. Adrian Sutil wurde Achter, gefolgt von Paul di Resta. Vor dem Saisonfinale in Brasilien hat Force India 15 Punkte Vorsprung auf Sauber und 16 auf Toro Rosso. Abu Dhabi war ein wichtiger Schritt zu Platz sechs in der Konstrukteurswertung. Force India wählte eine unterschiedliche Strategie bei den beiden Autos.

Titel-Bild zur News: Michael Schumacher, Adrian Sutil

Ins Ziel kam Adrian Sutil eine Sekunde hinter Michael Schumacher

Sutil ging mit einem gebrauchten soft-Reifen ins Rennen, wechselte beim ersten Stopp auf einen Satz neuer Pneus der Mischung soft, um schließlich mit medium ins Ziel zu kommen. Di Resta startete dagegen mit einem neuen medium-Reifen und wechselte bei seinem einzigen Stopp auf eine neuen soft-Pirelli. "Das heutige Resultat ist super für das Team. Genau das haben wir gebraucht", freut sich Sutil. "Ursprünglich hatten wir nur einen Stopp geplant, aber das Team entschied sich dann für eine Zweistoppstrategie, weil die weiche Mischung nicht so lange wie gedacht gehalten hat."

"Es war eine gute Entscheidung des Teams. Im Rennen habe ich viel mit Schumacher gekämpft. Im mittleren Abschnitt konnte ich mich vor ihn setzen. Vielleicht bin ich aber eine Runde zu lange draußen geblieben. Er ist im letzten Abschnitt, als wir beide mit medium gefahren sind, wieder vorbeigekommen. Ich war dicht hinter ihm, aber wir sind ein ähnliches Tempo gefahren und ich kam nicht mehr vorbei. Trotzdem wollten wir hier mit beiden Autos Punkte holen und haben es auch geschafft. Das bringt uns für das Finale in eine starke Position."


Fotos: Force India, Großer Preis von Abu Dhabi, Sonntag


Bei di Resta wurde die Strategie hingegen nicht umgestellt, obwohl sich der Schotte bereits früh am Funk über den Performance-Verlust der Reifen beklagte. "Als Team können wir zufrieden sein, weil wir mit beiden Autos in die Punkteränge gefahren sind, obwohl wir unterschiedliche Strategien gefahren sind", zieht di Resta Fazit. "Im Nachhinein war die Einstoppstrategie nicht optimal, aber wir dachten, dass wir es versuchen könnten."

"Es stellte sich heraus, dass die Performance der medium-Mischung nicht optimal war. Die ersten 30 Runden waren deshalb harte Arbeit. Ich hatte ein gutes Duell mit Buemi in den ersten Runden. Ich glaube, wir hatten Glück, dass er ausgeschieden ist. Das machte mein Rennen etwas einfacher. Als ich auf die weiche Mischung wechselte, war der Speed des Autos sehr stark."

"Wenn man eine Einstoppstrategie fährt und in die Punkteränge kommt, dann kann man nicht mehr verlangen. Genau das brauchen wir im WM-Kampf. Hoffentlich geht es in Brasilien so weiter." In der Konstrukteurs-WM ist Force India auf Kurs zu Rang sechs. Bei den Fahrern ist Sutil mit 34 Punkten auf Rang elf, di Resta hat 23 Zähler auf dem Konto und ist 14.

Teamchef Vijay Mallya ist zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Wir sind hierher gekommen und wollten ein starkes Resultat holen. Wir haben sechs wichtige Punkte erobert, die uns helfen, den sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM abzusichern. Beide Fahrer sind ein fehlerfreies Rennen gefahren. Wir haben die Strategie aufgeteilt, um uns alle Möglichkeiten offen zu halten", sagt der Inder.

"Ich bin sehr zufrieden mit unserer Performance als Team. Das bringt uns in eine viel stärkere Position, denn wir haben jetzt 15 Punkte Vorsprung auf unseren nächsten Verfolger. Ich bin zuversichtlich, dass wir in Brasilien den Job erledigen können und unseren sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM bestätigen."

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