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  • 01.07.2018 · 22:07

  • von Roman Wittemeier & Edd Straw

Force India: Entwicklungsplan wird nicht eingehalten

Force India hinkt dem eigenen Entwicklungsplan "um etwa ein Rennen" hinterher: Punktgewinne im Grand Prix von Österreich 2018 dank Pech anderer Teams

(Motorsport-Total.com) - Mit den Plätzen sechs (Esteban Ocon) und sieben (Sergio Perez) hat Force India ein wertvolles Ergebnis im Grand Prix von Österreich 2018 eingefahren. Die Mannschaft aus Silverstone machte aus mäßigen Möglichkeiten immerhin satte 14 WM-Punkte. Es ist das zweitbeste Resultat der Saison. "Das nehmen wir gern mit", sagt der stellvertretende Teamchef Rob Fernley. Er gibt offen zu: "Natürlich sind wir nur so weit vorn, weil andere Teams Defekte hatten."

Esteban Ocon, Sergio Perez

Esteban Ocon durfte das Rennen vor Teamkollege Sergio Perez beenden Zoom

Ohne die Ausfälle von Lewis Hamilton, Valtteri Bottas (beide Mercedes) sowie Daniel Ricciardo (Red Bull) und Nico Hülkenberg (Renault) hätte die Force-India-Welt in Spielberg weniger schön ausgesehen. Das Team hinkt im Wettbewerb gegen die anderen Mittelfeldteams hinterher. Man wird den eigenen Ansprüchen kaum gerecht. Das hat Gründe: Force India hinkt dem selbst gesteckten Entwicklungsplan hinterher.

"Wir sind ungefähr ein Rennen im Hintertreffen. Aber wir haben etwas für Silverstone, das uns dabei hilft, besser mitzuhalten", sagt Fernley. Von einer verzögerten Entwicklung aufgrund finanzieller Schwierigkeiten will der Brite nicht viel wissen. "Nein, nein. Wir hatten Probleme in der Produktion", sagt er. "Außerdem gab es ein Problem mit dem Unterboden. Für das Rennen in Spielberg hätte ein neuer da sein sollen, aber wir hätten nur einen haben können. Und wir wollen beide Fahrer immer gleich ausstatten."


Fotos: Grand Prix von Österreich, Sonntag


Nach eigenen Angaben hat Force India ausreichend Updates für den Rest der diesjährigen Saison in der Pipeline, um im Kampf um Platz fünf aussichtsreich agieren zu können. "Es ist nur eine Frage der Produktion", sagt Fernley und schränkt somit die Aussichten schon etwas ein. "Renault dürfte konstant etwas schneller sein, aber Haas, Toro Rosso und Sauber haben immer mal Schwächen", sagt der Force-India-Verantwortliche. Derzeit liegt das Team zwei Punkte hinter McLaren, auf Haas fehlen sieben Zähler.

In Österreich nutzte Force India eine unterschiedliche Strategie für die Piloten, um für den engen Kampf im Mittelfeld immer mindestens einen Trumpf in der Hand zu halten. Sergio Perez fuhr einen langen ersten Stint, Esteban Ocon wurde früher von seinen stark abbauenden Reifen erlöst. Der Mexikaner ließ seinen am Ende schnelleren Teamkollegen kampflos auf Platz sechs vorfahren. "Überholen ist schwierig - und keiner will, dass am Ende beide Piloten hart um eine Position rangeln. Das kann Probleme erzeugen", so Fernley.

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