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FIA rudert zurück: Abreißvisiere dürfen doch entsorgt werden

Aus Sicherheitsgründen dürfen die Piloten ihre Abreißvisiere weiter auf die Strecke werfen, sie sollen aber "ein Minimum" verwenden: "Ein bisschen Kindergarten"

(Motorsport-Total.com) - Die FIA ist von ihrem umstrittenen Verbot, das Entsorgen von Abreißvisieren auf der Strecke und in der Boxengasse zu verbieten, abgerückt. Wie Rennleiter Charlie Whiting am Donnerstag in Monaco verkündete, wollen die Offiziellen die als potenziell gefährlich eingestufte Manier trotz vorhandener Grundlage im Reglement nicht ahnden - kurioserweise um der Sicherheit Willen. "Wir werden niemanden behelligen, der Visiere auf der Strecke oder in der Boxengasse entsorgt", so Whiting.

Sergio Perez

Die Formel-1-Piloten dürfen weiter munter ihre Plastikstreifen entsorgen Zoom

Der Grund ist offenbar, dass schlechte Sicht und Schwierigkeiten, die dünnen Plastikstreifen beim Fahren unterzubringen, für ein größeres Risiko gehalten werden. "Ich bin nach Gesprächen mit den Fahrern zu dem Schluss gekommen, dass sie eher ein Wagnis eingehen, wenn sie die Abreißvisiere im Cockpit verstauen", erklärt Whiting. Allerdings: Auf der anderen Seite steht das nicht utopische Szenario, dass sich Folien in den Bremsen verklemmen und für Probleme beim Verzögern sorgen.

Whiting pflichtet bei der Ermessensentscheidung den Piloten bei, die am Mittwoch scharfe Kritik an der geplanten Regelneuauslegung der FIA geübt hatten. "Vor diesem Hintergrund war es das Beste, dem gesunden Menschenverstand zu folgen und die Fahrer einfach zu bitten, so wenige Abreißvisiere wie nur möglich zu verwenden", erklärt der Rennleiter den gefundenen Kompromiss und stellt sich auf ein unveränderte Verhältnisse ein: "Klar, die Zahl wird variieren", meint er.

Noch wenige Stunden zuvor hatte es geheißen, die Piloten dürften maximal zwei Abreißvisiere im Rennen verwenden. Davon waren auch die Technikchefs in der FIA-Pressekonferenz ausgegangen. Während der Freien Trainings war die Entsorgung auf der Strecke noch komplett verboten.

Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat kann aufatmen, das der Zickzack-Kurs ein Ende findet: Ich finde das ein bisschen ein Kindergarten", murrt der Russe. "Ob das jetzt eins, zwei oder zehn Abreißstreifen, ob wir sie in der Toilette wegwerfen oder wo auch immer: Für mich ist es ganz einfach: In der zweiten oder dritten Runde musst du bereits eines runterreißen, vor allem wenn du nicht aus der ersten Reihe startest, weil das erste schon durch Öl beschmutzt ist", erklärt Kwjat die Problematik und goutiert den Kompromiss. Alles andere erachtet er als lächerlich oder sogar gefährlich: "Dafür kannst du nicht extra in die Box fahren, sonst ist das Rennen schon gelaufen."

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