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FIA: Michelin muss zum eigenen Vorgehen stehen

Die FIA bleibt hart: Keine Schikane vor der Steilkurve, bei Bedarf müssten die Michelin-Piloten eben vom Gas gehen

(Motorsport-Total.com) - Um die Vorgänge hinter den Kulissen in Indianapolis besser verstehen zu können, veröffentlichte die FIA einen Briefwechsel zwischen Michelin und der FIA. Pierre Dupasquier, Motorsportdirektor des Reifenherstellers, schrieb dem Technischen Delegierten der FIA, Charlie Whiting, dass die Gründe für die Reifenschäden am Freitag auch nach intensiver Analyse nicht gefunden werden konnten.

Michelin-Reifen

Droht Michelin eine Reifenwechselorgie mit nachträglicher Bestrafung? Zoom

Man habe alle Partnerteams informiert, dass "wir nicht umfassend garantieren können, dass die Reifen, die im Qualifying verwendet wurden, auch benutzt werden können, wenn die Geschwindigkeiten in Kurve 13 (der Steilkurve; d. Red.) nicht gesenkt werden", so der Franzose. "Michelin bedauert diese Situation, aber wir haben diese Entscheidung im besten Interesse der Sicherheit dieser Veranstaltung getroffen."#w1#

Kam Michelin der eigenen Verantwortung nicht nach?

Die Geschwindigkeit im überhöhten Teil der Strecke könnte aber nur mit einer Schikane direkt davor gesenkt werden. Für Whiting sind die aufgetretenen Probleme im vorhandenen Umfang aber nur schwer nachvollziehbar. "Jedem Team ist es erlaubt, zwei verschiedene Reifen bei einer Veranstaltung zu haben", schrieb er in seiner Antwort.

"Dies soll sicherstellen, dass es einen Reifen gibt (der für gewöhnlich eine schlechtere Leistung bietet), der dann verwendet wird, wenn Probleme auftreten", fuhr er fort. "Es ist schwer zu verstehen, warum Sie mit Ihrer Erfahrung in Indianapolis Ihre Teams nicht mit solchen Reifen ausgestattet haben." Dieser Vorfall werde auch hinsichtlich des Artikels 151c des 'International Sporting Codes' betrachtet werden. Demnach liegt ein Bruch der Regeln vor, wenn betrügerisch oder nicht im Sinne des Wettbewerbs oder des Motorsports gehandelt wird.

Wenn die Michelin-Autos eine bestimmte Geschwindigkeit in Kurve 13 nicht übersteigen dürfen, so sollen sie eben langsamer fahren. "Wir werden sie daran erinnern, Ihren Vorschlägen im Sinne der Sicherheit zu folgen", so Whiting. "Wir werden sie aber auch darauf hinweisen, dass sie andere Konkurrenten nicht behindern sollen."

Keine Schikane vor der überhöhten Kurve

Dem Einsatz von neuen Reifen, die aus Frankreich angeliefert würden, versperrte sich die FIA nicht völlig. Ein Ausschluss wäre nicht zu erwarten, wohl aber eine Strafe, "die hoch genug ist, damit kein Team in Zukunft versucht wäre, einen Reifen nur für das Qualifying einzusetzen". Für das Rennen käme auch in Frage, den linken Hinterreifen nach jeweils zehn Runden zu wechseln.

"Wenn jeder Wechsel ausgeführt wurde, weil der Reifen ansonsten versagt hätte und das betreffende Team keinen Vorteil hatte, dann gibt es auch keine Bestrafung", so Whiting. "Wenn dazu Reifen eingesetzt werden müssten, die den Teams bisher nicht zugeordnet wurden, dann würde die Rennleitung alle Umstände prüfen und entscheiden, ob es eine Strafe gibt oder nicht."

Der angedachten Schikane vor dem Banking erteilte er jedoch eine klare Absage. "Ich bin sicher, dass Sie verstehen, dass dies keine Möglichkeit ist", schrieb er. "Den Kurs zu ändern und damit einigen Teams, die ein Leistungsproblem haben, weil sie keine passende Ausrüstung mitbrachten, einen Vorteil zu geben, wäre ein Regelbruch und auch unfair gegenüber den Teams, die mit korrekten Reifen nach Indianapolis kamen."

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