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  • 08.07.2016 · 18:57

  • von Dieter Rencken & Roman Wittemeier

Ferrari in Silverstone: Gemischtes Doppel in Rot

Ferrari fährt "Halo"-Test und zweigleisige Reifentaktik zum Auftakt des Formel-1-Wochenendes 2016 in Silverstone - Sebastian Vettel: "Nicht der beste Tag"

(Motorsport-Total.com) - Ferrari hat sich zum Auftakt in das Grand-Prix-Wochenende in Silverstone 2016 nur als dritte Kraft hinter Mercedes und Red Bull präsentiert. Im Gesamtergebnis des Freitags (hier in der Übersicht!) schnitten Sebastien Vettel (6.) und Kimi Räikkönen (7.) nur mäßig ab. Die Schwächen der Roten wurden vor allem am Nachmittag auf Longruns deutlich. Hinter dem dominierenden Mercedes von Lewis Hamilton waren auch die beiden Red-Bull-Piloten für Ferrari nicht zu packen.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel war mit seinem Auto am Freitag noch nicht ganz zufrieden Zoom

"Es war nicht unser bester Tag, aber wir können uns zum Samstag bestimmt noch erheblich steigern", meint Räikkönen, dessen Vertrag für 2017 am Morgen bestätigt worden war. "Ich bin glücklich, dass das Thema jetzt durch ist. Nun kann ich mich wieder voll auf die Rennen konzentrieren. Ich hoffe, das es helfen wird. Das Team vertraut mir. Letztlich ändert das aber nichts an diesem Rennwochenende. Wir hoffen sowieso auf bessere Ergebnisse", sagt er.

Zurück zum den Ereignissen des Freitags: Räikkönen (harte Pneus) und Vettel (Soft-Mischung) fuhren am Nachmittag auf ihren Longruns unterschiedliche Strategien, um viele relevante Informationen für das bevorstehende Rennen zu bekommen. Das Ergebnis: Vettel konnte im Schnitt ein höheres Tempo gehen. "Ich würde nicht sagen, dass der harte Reifen generell der schlechtere für uns ist, aber die Bedingungen waren heute einfach schwierig", sagt der Finne.


Fotos: Ferrari, Großer Preis von Großbritannien


"Der Wind war heute ein bisschen lästig - vor allem am Morgen war es nicht einfach, am Nachmittag ein wenig besser", erklärt Räikkönen. Vettel bestätigt: "Die Bedingungen waren gemischt, es war etwas windig. Der Longrun war okay. Wir müssen uns das erst genau anschauen und vergleichen, wo wir stehen. Wir müssen für morgen noch ziemlich viel arbeiten und das Auto verbessern. Heute haben wir es aber gut verstanden."

Verstanden hat Vettel auch die Vorzüge und Nachteile des Cockpitschutzes namens "Halo". Die zweite Version des Systems wurde am Morgen für eine Runde am Auto des Heppenheimers ausprobiert - und fiel glatt durch. "Das war nicht toll", sagt Vettel ohne Umschweife. "Wir hatten eine ziemliche eingeschränkte Sicht. Das war aber nur ein Test." Ob weitere Versuche mit dem System folgen werden, ist unklar. Eigentlich sollte "Halo" schon zur Formel-1-Saison 2017 eingeführt werden.