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Ferrari gesteht Probleme mit der Zuverlässigkeit ein

Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn gibt zu, dass das neue Auto noch nicht optimal läuft, hat aber nichts gegen starke Konkurrenz einzuwenden

(Motorsport-Total.com) - Mit 93 Runden erlebte Michael Schumacher am Sonntag den ersten problemlosen Testtag dieser Woche in Bahrain. Sein neuer Ferrari 248 F1 war bis dahin weder schnell noch zuverlässig gelaufen, weshalb nun auch Ross Brawn, der Technische Direktor des Teams, erstmals zugeben musste, dass man dem ursprünglichen Plan noch hinterherhinkt.

Ross Brawn

Ross Brawn weiß, dass Ferrari noch nicht so stark wie Renault und Honda ist

Die Wintertests seien bisher jedenfalls "nicht perfekt" verlaufen: "Das Auto ist nicht schlecht, es läuft ganz gut, aber es ist nicht so zuverlässig, wie ich es mir wünschen würde. Am Mittwochnachmittag konnten wir wegen eines technischen Problems nicht fahren. Zu dieser Zeit des Jahres sortiert man verschiedene Probleme aus, von denen ich hoffe, dass wir sie bis zum ersten Rennen gelöst bekommen. Das ist zu dieser Zeit des Jahres normal, aber perfekt läuft es wie gesagt nicht", erklärte er gegenüber 'autosport.com'.#w1#

Hat auch Ferrari Probleme mit der Kühlung?

Ferrari F2004 nach einem Ausritt

Ferraris neuer 248 F1 ist laut Ross Brawn noch nicht zuverlässig genug Zoom

Ferrari gab bisher keine Details zu den Defekten, die in der Sakhir-Wüste, wo am 12. März auch der erste Grand Prix des Jahres stattfinden wird, bekannt; theoretisch wäre denkbar, dass es sich um Probleme mit der Kühlung handelt, denn Red Bull Racing - bekanntlich ebenfalls mit 2,4-Liter-V8-Motoren von Ferrari unterwegs - stieß mit dem neuen RB2 auf eben solche Schwierigkeiten. Dabei handelt es sich jedoch um reine Spekulation.

Brawn weiß, dass Ferrari die Zuverlässigkeit des 248 F1 noch verbessern muss: "Die Konkurrenz ist so stark und zuverlässig, dass man mittlerweile sowohl Zuverlässigkeit wie auch Pace haben muss. Es gibt dieses Jahr zwar ein neues Motorenformat, aber man kann anhand der bisherigen Tests erkennen, dass das Zuverlässigkeitsniveau bei den meisten Teams schon sehr, sehr hoch ist", kündigte er eine spannende WM-Saison an.

Gerade bei den ersten beiden Hitzerennen in Bahrain und Malaysia erwartet der Brite den einen oder anderen technisch bedingten Ausfall, doch ihm ist auch bewusst, dass es Ferrari genauso gut erwischen kann wie die direkte Konkurrenz. Nach aktuellem Stand sieht es für Renault und Honda sogar besser aus als für den italienischen Traditionsrennstall; nur McLaren-Mercedes ist ebenfalls noch nicht hundertprozentig zuverlässig.

Brawn nimmt die Herausforderung der Konkurrenz an

"Wenn man bedenkt, dass wir unterschiedliche Autos, Motoren, Reifen und Fahrer haben, dann ist es bemerkenswert, dass wir innerhalb weniger Zehntel liegen." Ross Brawn

Eines erstaunt Brawn aber: "Wenn man bedenkt, dass wir unterschiedliche Autos, unterschiedliche Motoren, unterschiedliche Reifen und unterschiedliche Fahrer haben, dann ist es bemerkenswert, dass wir trotzdem alle innerhalb von ein paar Zehntelsekunden liegen. Warum ist das so? Weil wir uns gegenseitig zu Höchstleistungen antreiben! Wir werden hierher kommen, die Leistung einschätzen, zurück in die Fabrik fliegen und ändern, was wir für notwendig halten", gab er zu Protokoll.

Und weiter: "Ohne Konkurrenzkampf stagniert man. Für uns, ein technologisch getriebenes Unternehmen, ist dieser Konkurrenzkampf sehr wichtig. Wir tauschen Informationen zwischen den Straßenautos und dem Motorsport aus, und es gibt viele Dinge an den Straßenautos, die aus dem Motorsportprogramm Ferraris kommen. Das ist wichtig für die Motivation und für das Business. Solange wir vorne dabei sind, wünschen wir uns also einen gesunden Wettbewerb", fügte der 51-Jährige abschließend an.

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