powered by Motorsport.com

Ferrari am Freitag eine Klasse für sich

Schumacher und Barrichello deklassierten die Konkurrenz am Freitag bei wechselhaften Bedingungen überraschend deutlich

(Motorsport-Total.com) - Das Ferrari-Team mit seinen Fahrern Michael Schumacher und Rubens Barrichello beantwortete die Frage nach der Konkurrenzfähigkeit mit dem alten F2001 am Freitag mit den schnellsten Rundenzeiten des Tages. Sowohl im ersten als auch später im zweiten Freien Training belegten die beiden Fahrer die Plätze eins und zwei.

Michael Schumacher (Ferrari)

Michael Schumacher war am Freitag im F2001 der schnellste Pilot

Michael Schumacher hatte am Ende des ersten Arbeitstages mit seiner Zeit von 1:27.276 Minuten die provisorische Pole Position inne und auf seinen nächsten Verfolger, Teamkollege Rubens Barrichello, eine halbe Sekunde Vorsprung. Der Konkurrenz von BMW-Williams fehlten rund anderthalb Sekunden auf die Roten und der schnellste McLaren-Pilot war sogar zweieinhalb Sekunden langsamer unterwegs gewesen.

Michael Schumacher zeigte sich dann auch zufrieden mit der Leistung des Freitags, bemerkte aber, dass die Bedingungen durch das wechselhafte Wetter und die teils feuchte, teils trockene Strecke das Gesamtbild etwas verzerrt haben könnten: "Wir sind mit der heutigen Leistung sehr zufrieden und fühlen uns nun zuversichtlicher als vor unserer Ankunft hier. Ich bin aber nicht übermäßig zuversichtlich, denn zwischen Freitag und Samstag kann sich viel tun. Gegenwärtig bin ich über den großen Abstand zwischen uns und den anderen Teams überrascht, doch am Freitag kann man nie genau sagen wer mit wie viel Benzin unterwegs war. Wie dem auch sei, die Bridgestone-Reifen, welche zu unserer Performance gut beigetragen haben, haben sehr gut funktioniert. Ich werde jetzt die Daten studieren, um ein genaueres Bild über die Situation zu bekommen."

Rubens Barrichello bestätigte im Freien Training, dass er es mit seinem deutschen Teamkollegen aufnehmen kann. Lediglich Fahrfehler, bedingt durch die stellenweise nasse Strecke, sorgten dafür, dass der Brasilianer am Ende mit seiner Zeit von 1:27.799 Minuten auf Platz zwei der Zeitentabelle und einer halben Sekunde Abstand hinter seinem deutschen Teamkollegen geführt wurde.

"Ein guter Tag und ich bin wirklich total entspannt", erklärte "Rubhino" nach dem zweiten Freien Training. "Wir konnten die Balance des Autos sowohl auf nasser als auch trockener Strecke testen und wir sind sehr zuversichtlich. Ich denke, dass die Zeiten morgen enger beieinander liegen werden, denn heute konnte man nicht wirklich erkennen was die anderen Teams gemacht haben. Wir haben sehr gut gearbeitet und können uns nun ganz auf den Samstag konzentrieren."

Jean Todt, Ferrari-Sportdirektor: "Wir sind wieder zurück im Alltag eines Rennwochenendes und das war heute ein üblicher Freitag an dem die Rundenzeiten nur die Hälfte der Wahrheit verraten haben. Was wir herausgefunden haben, ist, dass die Pole Position-Zeit morgen schneller sein dürfte als im letzten Jahr. Nach dem heutigen Stand scheinen die Bridgestone-Reifen konkurrenzfähig und konstant zu sein. Ich bin sicher, dass diese hier zum Einsatz kommende verbesserte Version des F2001 im morgigen Qualifying gut sein wird - im Vergleich zu den neuen Autos der anderen Teams."

Ross Brawn, Technischer Direktor: "Wir haben mit einem Auto heute ein Reifentestprogramm durchgeführt und konnten trotz der wechselhaften Bedingungen ein Bild über die zu verrichtende Arbeit bekommen. Die Reifen scheinen gut zu sein. Wir kennen den F2001 ja sehr gut und er ist beinahe optimal ausbalanciert. Die anderen Teams setzen neue Autos ein die möglicher Weise mehr Potenzial als unseres besitzen, doch ich glaube, dass wir nach dem heutigen ersten guten Tag auch morgen konkurrenzfähig sein werden."