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Fernando Alonso: Zu Hause bleiben wäre "Zeitverschwendung"

Fernando Alonso erklärt die Hintergründe zu seinem Programm für 2019: Er wird McLaren beratend zur Seite stehen und sieht sich auf seinem Höhepunkt

(Motorsport-Total.com) - Nun ist das Rennprogramm von Fernando Alonso in der Saison 2019 klar: Neben seinem Engagement in der WEC und beim Indy-500-Rennen wird der Spanier vor allem in beratender Funktion bei McLaren (offiziell als Botschafter) tätig sein und Carlos Sainz und Lando Norris unter die Arme greifen. Wann immer es geht, wird Alonso bei den Grands Prix vor Ort sein und seine Erfahrung einbringen.

Fernando Alonso

Fernando Alonso hat keine Lust, 2019 nur auf der Couch zu sitzen Zoom

"Wir versuchen, dass ich so präsent wie möglich sein kann", erklärt der zweimalige Formel-1-Weltmeister. Wenn er nicht vor Ort sein kann, dann wird sich Alonso via Videokonferenz oder via E-Mail oder aus dem Simulator in Woking melden und Input liefern. "Ich denke, das wird noch ziemlich relevant sein", meint er.

Der Hintergrund ist für ihn dabei klar: Alonso kennt die Schwächen und die Philosophie, die McLaren in den vergangenen Jahren hatte, und was man für 2019 ändern wollte - Sainz und Norris sind hingegen neu im Team. Er kann einen Vergleich ziehen und auch die Aussagen der Fahrer aus einer anderen Sicht bewerten, als es die Ingenieure tun würden.

Alonso sieht sich auf dem Zenit seiner Karriere

Somit kann er sich trotz seiner Auszeit von der Formel 1 weiter nützlich machen. "Ich fühle mich auf dem Höhepunkt meiner Karriere, von daher wäre es eine Zeitverschwendung und eine Verschwendung von Möglichkeiten, wenn ich zuhause bleiben würde", sagt der Spanier. "Und außerdem kann ich so einen Fuß in der Formel 1 behalten - nur für den Fall."


Fotostrecke: Fernando Alonso bestritt schon Formel-1-Rennen, als ...

Bekanntlich hat der 37-Jährige seine Formel-1-Karriere noch nicht gänzlich beendet, sondern für 2019 lediglich eine Auszeit von der Königsklasse angekündigt. Eine Rückkehr in die Meisterschaft steht daher immer noch im Raum - vorrangig will er aber erst einmal die sogenannte Triple-Crown gewinnen, zu der ihm nur noch der Sieg beim Indy 500 fehlt.

Dass Alonso eine Formel-1-Auszeit als Fahrer nimmt, heißt aber nicht, dass er nicht trotzdem im Auto sitzen wird. Zuletzt sickerte durch, dass der Spanier schon bald einen Testtag für McLaren einlegen könnte. "Fernando wird in diesem Jahr definitiv im Auto sitzen", bestätigt Geschäftsführer Zak Brown. "Wir halten das für wichtig bei der Entwicklung des Autos. Wie Fernando gesagt hat: Das Auto wurde im Vorjahr entwickelt, von daher denke ich, dass Fernando uns helfen kann."

Warum Alonso nicht in Barcelona testet

Brown legt vor allem Einsätze bei den Reifentests von Pirelli nahe, Einsätze an Grand-Prix-Freitagen würde er hingegen "nicht erwarten", wie er sagt. Ein Auftreten bei den derzeitigen Wintertestfahrten wäre aus entwicklungstechnischer Sicht sicherlich sinnvoll gewesen, doch das wollte Alonso nicht, weil andere Gründe gegen eine Teilnahme sprechen.

Nur acht Testtage stehen vor der Saison zur Verfügung, das macht vier für jeden Fahrer. Mit zwei Neulingen im Team und einem Formel-1-Rookie ist es für McLaren sinnvoller, ihnen die wertvolle Eingewöhnungszeit zu geben. "Ich kenne die meisten Prozeduren, und ihnen würde die Zeit fehlen, von daher würde ich mich sogar schlecht fühlen", sagt Alonso.

Er selbst braucht die Zeit im Auto zu diesem Zeitpunkt auch nicht unbedingt im Hinblick auf ein mögliches Comeback 2020. Zum einen seien die Autos nicht sonderlich unterschiedlich im Vergleich zum Vorjahr, zum anderen gibt es später noch einige Möglichkeiten zum Testen. "Das ist nicht wichtig", winkt er auf den Barcelona-Test angesprochen ab.

Eindrücke vom Auto positiv

Was er vom neuen Auto gesehen hat, stimmt ihn aber zuversichtlich. Lando Norris schnappte sich am gestrigen Dienstag sogar die Bestzeit. "Ich bin glücklich mit den Ergebnissen und halte die beiden Wochen bislang für sehr positiv", so Alonso, der auch die Debriefings in der ersten Woche verfolgt hat. "Es ist noch nicht perfekt, aber die Richtung scheint schon einmal zu stimmen."


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Das gelte auch für die neuen Fahrer: "Ich kenne sie gut. Sie sind eine gute Kombination und passen auch gut zum Team", lobt der Spanier seine Nachfolger. Nun soll er dafür sorgen, dass Sainz und Norris die gleiche Sprache wie die Ingenieure sprechen. "Ich kann die Verbindung zwischen dem sein, was sie in den Daten sehen und was der Fahrer spürt. Hoffentlich kann ich so gut helfen, wie es geht."

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