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  • 11.09.2008 · 15:47

Fahrerkollegen finden Hamilton-Strafe gerechtfertigt

Lewis Hamilton hat nicht vor, nach der Strafe von Spa-Francorchamps den Kopf einzuziehen, obwohl er die meisten Fahrerkollegen gegen sich hat

(Motorsport-Total.com/sid) - Lewis Hamilton will auch nach seiner umstrittenen Bestrafung von Spa-Francorchamps an seiner Fahrweise nichts ändern und im WM-Titelkampf weiter angreifen. Allerdings finden fast alle Fahrerkollegen die Entscheidung der Rennkommissare, die mancherorts für einen Sturm der Entrüstung gesorgt hatte, richtig. "Ich werde meine Einstellung nicht verändern. Die Formel 1 wird doch erst durch die Überholvorgänge interessant", sagte der Brite heute in Monza.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton steht mit seiner Meinung über die Strafe ziemlich alleine da

Der McLaren-Mercedes-Pilot führt in der WM nur noch mit zwei Punkten Vorsprung vor dem zum Spa-Francorchamps-Sieger erklärten Ferrari-Mann Felipe Massa. Platz eins beim Grand Prix von Belgien wurde ihm wegen des Abkürzens in der Schikane und eines anschließenden Überholmanövers gegen Kimi Räikkönen aberkannt. Die Silberpfeile haben gegen die 25-Sekunden-Strafe der Rennkommissare Einspruch eingelegt, deshalb durfte sich Hamilton in Monza nicht zu Details äußern.#w1#

Seine Konkurrenten vertreten freilich eine klare Meinung contra Hamilton: "Lewis hat einen Vorteil aus der Abkürzung in der Schikane gehabt, deshalb ist die Entscheidung korrekt. Wenn an der Kurve eine Mauer gestanden wäre, hätte er auch nicht so fahren dürfen", sagten der zweifache Weltmeister Fernando Alonso und WM-Erzrivale Massa. Toro-Rosso-Pilot Sebastien Bourdais erklärte, dass "die Entscheidung klar nach dem Regelbuch" getroffen worden sei.

BMW Sauber F1 Team Pilot Nick Heidfeld sieht die Aktion des Briten ebenfalls skeptisch: "Wir haben sehr oft in den Fahrerbriefings darüber gesprochen, keinen Vorteil aus so einer Situation zu ziehen. Es gibt keine Genehmigung, in der Schikane abzukürzen. Die Entscheidung der Stewards muss man respektieren." Hamilton meinte zur Kritik der Fahrer, dass es unter den Piloten niemals eine einheitliche Meinung geben werde, speziell wenn es um einen Siegfahrer gehe.

Grund zur Revanche für den an Ferrari verlorenen Spa-Francorchamps-Sieg gebe es in Monza nicht, so Hamilton: "Aber wie im Vorjahr auf italienischem Boden gegen Ferrari zu gewinnen, wäre schon toll. Das wäre ein harter Schlag für die Roten."

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