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Ex-Renault-Teamchef nicht sauer: "War meine Entscheidung"

Frederic Vasseur erklärt, dass er nach seinem Abgang bei Renault "nicht frustriert" ist - Der Franzose hatte beim Werksteam im Januar als Teamchef hingeschmissen

(Motorsport-Total.com) - Frederic Vasseur erlebt die Formel-1-Saison 2017 nur als Zuschauer. Im Januar trat der Franzose als Teamchef bei Renault zurück - mutmaßlich wegen unüberbrückbarer Differenzen mit Renaults Formel-1-Geschäftsführer Cyril Abiteboul. Gegenüber der französischen 'L'Equipe' verrät der Besitzer des Formel-2-Teams ART nun, dass er nicht wehmütig auf seine Zeit in der Königsklasse zurückblickt.

Frederic Vasseur

Frederic Vasseur hat mit der Formel 1 zunächst einmal abgeschlossen Zoom

"Ich bin überhaupt nicht frustriert", stellt Vasseur klar und erklärt: "Ich habe im vergangenen Jahr - so wie das gesamte Team - verdammt hart gearbeitet, um etwas aufzubauen. Wenn dann die Ergebnisse kommen, bin ich nicht mehr da. Aber ich bin ein großer Junge und habe meine Entscheidung selbst getroffen." Vasseurs Position wurde von Renault nach dessen Abgang nicht neu besetzt.

Besonders ärgerlich für den ehemaligen Teamchef: Er kann nun nicht mit Nico Hülkenberg zusammenarbeiten. Er ist der Meinung, dass der Deutsche ein "perfekter Fahrer" für das Team ist und lobt seine Performance in den ersten drei Rennen des Jahres. "Ich habe wie der Teufel darum gekämpft, dass Nico an Bord kommt", verriet Vasseur bereits im Januar im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Auch insgesamt gefällt ihm die neue Saison bisher. "Es ist schön, den Fernseher am Sonntag einzuschalten und den Sieger nicht schon vorher zu kennen. Es ist einige Zeit her, seit das letzte Mal zwei Teams mit zwei Weltmeistern um den Sieg gekämpft haben", erklärt er im Hinblick auf das Duell zwischen Mercedes und Ferrari beziehungsweise Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.