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Ernüchterndes Fazit bei Williams: "Nicht Letzter? Da würde ich lügen ..."

Trotz 140 Runden zieht man bei Williams ein enttäuschendes Fazit: Das Team gibt zu, dass man ein ganzes Stück hinter der Konkurrenz liegt ...

(Motorsport-Total.com) - 140 Runden und zwei hinter sich gelassene Fahrer - klingt nach einem gelungenen Tag für George Russell und das gebeutelte Williams-Team. Doch das Fazit fällt aus Sicht des Briten ernüchternd aus: "Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass wir im Moment nicht die Langsamsten sind. Das ist die Realität" - Aussagen, die Fans des Traditionsteams weh tun dürften.

George Russell, Lance Stroll

So nah wäre George Russell gerne an der Konkurrenz dran Zoom

1,9 Sekunden fehlten dem Rookie heute auf die Bestzeit von Ferrari-Pilot Charles Leclerc, was Russell den elften Platz von 13 Fahrern einbringt. Der Williams-Pilot hatte bei seiner Runde den weichsten Reifen C5 aufgeschnallt - trotzdem fehlten gut 1,3 Sekunden auf Alexander Albon im Toro Rosso. "Wir waren zwar dabei, aber wir haben noch Arbeit vor uns. Wir waren einen großen Schritt hinter den anderen", sagt er.

Schon Teamkollege Robert Kubica geht davon aus, dass er die Erwartungen seiner Fans 2019 enttäuschen wird. Den Mut verloren hat Russell aber noch lange nicht: "Ich bin noch motiviert und voller Energie", betont er. "Wir sind zwei volle Renndistanzen gefahren, und es fühlte sich ordentlich an. Ich wäre gerne noch mehr Runden gefahren, doch leider muss ich die Schlüssel morgen an Robert abgeben."

Er kann auch die positiven Dinge an den Testfahrten sehen: "Wir haben einen großen Schritt gemacht, seit ich am Dienstag im Auto saß, und auch seit Robert gestern im Auto war", unterstreicht er. "Hoffentlich werden wir morgen einen weiteren Schritt gemacht haben. Wir verstehen die Problem, erkennen sie, und tun alles, um sie zu lösen."


Was Williams alles aufholen muss

Am dritten Testtag hat Williams die ersten Runden mit dem FW42 gedreht. Doch die eigentliche Aufgabe beginnt erst jetzt: aufholen – und das schnell Weitere Formel-1-Videos

Ein einzelnes Problem könne er dabei aber nicht ausmachen - das sei in diesem Sport nicht möglich. "Es ist so ein komplexes Auto und so ein komplexer Sport. Du arbeitest mit 700 Leuten. Es ist wie ein Puzzle", so Russell. "Du kannst das beste Teil haben, aber wenn es nicht passt, dann funktioniert es nicht. Alles muss funktionieren."

Davon scheint Williams derzeit weit entfernt zu sein. Der Rennstall ist seit Beginn der Testfahrten im Hintertreffen, weil der FW42 nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Zweieinhalb Testtage hat das Team daher verpasst, und diese gilt es so gut es geht aufzuholen. 140 Runden sind da gerne gesehen. "Ich bin definitiv glücklich über die Anzahl der Runden, die wir gefahren sind", so Russell, "aber am Ende des Tages geht es um die Rundenzeiten ..."

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