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  • 07.03.2018 · 14:33

  • von Mario Fritzsche & Gary Anderson

Erklärt: Was die "Haifischflosse" eigentlich bewirkt

In kleinerer Ausführung als in der Saison 2017 gibt es auch an den 2018er-Formel-1-Boliden aerodynamische Finnen an der Motorenabdeckung

(Motorsport-Total.com) - Die im Formel-1-Jargon als "Haifischflossen" bekannten, großflächigen Finnen an der Motorenabdeckung der Autos waren für die Saison 2018 eigentlich schon verboten worden. Dennoch finden sich an allen zehn Boliden der diesjährigen Generation Finnen, die an Flossen in kleinerer Ausführung erinnern. Die Größe ist im Reglement fest vorgeschrieben und wurde von allen Teams maximal ausgenutzt (Die Formel-1-Autos 2018 im Foto-Vergleich).

Fernando Alonso

Am McLaren MCL33 hebt sich die Finne an der Motorenabdeckung farblich ab Zoom

Ungeachtet der Größe ist der Hauptzweck der Finnen, den Luftstrom gezielt in Richtung des Heckflügels zu leiten. Dies gilt nicht nur für Geradeausfahrt, sondern insbesondere dann, wenn das Auto in den Kurven zu rutschen beginnt. In diesem Fall hilft die Finne, die Performance des Heckflügels zu verbessern und damit das Auto am Heck aerodynamisch zu stabilisieren.

Schließlich ist das letzte, was ein Fahrer in der Kurve gebrauchen kann, ein urplötzlich ausbrechendes Heck. Dieses Phänomen ist als "snap oversteer" bekannt und die Wahrscheinlichkeit dafür wird durch die Haifischflosse reduziert.

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