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Endlich: Spa-Francorchamps ist gerettet!

Weil sich Bernie Ecclestone bereiterklärt hat, als Veranstalter einzuspringen, scheint der Grand Prix von Belgien gesichert zu sein

(Motorsport-Total.com) - Seit dem Konkurs des bisherigen Veranstalters Didier Defourny beziehungsweise dessen Firma 'DDGP' hing über dem Grand Prix von Belgien ein riesiges Fragezeichen. Im Zuge der durchgeführten Ermittlungen kam ans Tageslicht, dass sich Defourny wohl persönlich an seinem Business bereichert hat, und es sollen auch Steuergelder missbraucht worden sein.

Eau Rouge

Faszination Eau Rouge: Die spektakulärste Kurve der Formel 1 bleibt im Kalender Zoom

Die Unsicherheit entstand aber eher dadurch, dass nach seinem Scheitern niemand mehr da war, der zu dem mit Bernie Ecclestone's FOM ausgehandelten Veranstaltungsvertrag stehen wollte. Eigentlich würde dies in den Verantwortungsbereich der wallonischen Regionalregierung fallen, doch diese legte sich angesichts der jährlichen Kosten von geschätzten 14 Millionen Euro - Tendenz ansteigend - quer.#w1#

Zum Hintergrund: Alle Veranstaltungsverträge sind von Ecclestone so ausgelegt, dass im ersten Jahr der Laufzeit eine bestimmte Gebühr überwiesen werden muss, die dann mit jedem Jahr um einen gewissen Prozentsatz ansteigt. In Belgien bekam man angesichts dessen wohl wackelige Knie, weil die Gebühren bis zum Vertragsende im Jahr 2010 auf gewaltige 17 Millionen Euro - also um fünf Prozent pro Jahr - explodiert wären.

Frittenbude in Spa-Francorchamps

Die Frittenbuden an der Strecke sind ein Markenzeichen von Spa-Francorchamps Zoom

Die zuständigen Politiker versuchten daher zunächst, die nötigen finanziellen Mittel auf anderem Weg aufzutreiben - und waren sich dabei auch nicht zu schade, an die befreundete Regierung in Luxemburg heranzutreten. Aus dem Kleinstaat kam jedoch ein Nein zu diesem Plan, obwohl die Belgier damit einverstanden gewesen wären, das Rennen in Spa-Francorchamps als Grand Prix von Luxemburg auszutragen.

Also musste wieder einmal Ecclestone selbst als letzter Retter einspringen: Der 75-Jährige fädelte am Montag in seinem Büro am Londoner Princes Gate ein Treffen mit wallonischen Politikern und dem gescheiterten Veranstalter Defourny ein, legte der belgischen Delegation ein Angebot vor - und wird den klassischen Grand Prix in den Ardennen künftig selbst veranstalten. Damit muss Belgien zwar nicht finanziell haften, Gewinnbeteiligungen gibt es aber auch nicht.

Einer erfolgreichen Austragung des Grand Prix von Belgien 2006 am 17. September steht damit prinzipiell nichts mehr im Weg. Für Formel-1-Fans ist das eine überaus positive Nachricht, schließlich gilt Spa-Francorchamps mit Mutpassagen wie Eau Rouge oder Blanchimont als derzeit schwierigste Strecke der Welt. 2003 hatte der 6,976 Kilometer lange Kurs schon einmal auf dem WM-Kalender der FIA gefehlt.

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