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Ein Rammstoß und ein Wasserleck: Renault fällt ungewollt auf

Renault konnte auch in Kanada sportlich keine Akzente setzen und fiel nur in der Pannenstatistik auf: Kevin Magnussen rammt Nasr, Jolyon Palmer mit frühem Aus

(Motorsport-Total.com) - So auffallend wie die Boliden von Renault auch aussehen mögen, so farblos sind sie derzeit im Rennen. Auch der Große Preis von Kanada geriet für die Franzosen zu einer Enttäuschung, die mit einem Rang 16 und einem frühen Ausfall endete. Kevin Magnussen versuchte mit einer alternativen Strategie alles, um seinen Unfall vom Samstag vergessen zu machen, allerdings war der Versuch nicht von Erfolg gekrönt.

Jolyon Palmer

Für Jolyon Palmer endete der Tag wieder einmal vorzeitig Zoom

"Ich muss meiner Crew danken, die hart gearbeitet hat, um ein neues Chassis für das Rennen aufzubauen. Das zeigt den Teamwork, der bei uns herrscht, und ich bin glücklich, ein Teil davon zu sein", erklärt der Däne. Vielmehr Positives lässt sich aus Montreal ohnehin nicht mitnehmen. Weil er in der Qualifikation nicht antreten konnte, musste Magnussen von ganz hinten starten und entschied sich für einen Start auf Softreifen.

Einen Eindruck konnte er dabei nur bei Felipe Nasr (Sauber) hinterlassen, den er in der dritten Kurve abräumte - Renault hat viel Arbeit vor sich. "Platz 16 ist nicht das, was wir wollten", so Magnussen. "Wir konnten nicht die Performance abliefern, die wir wollten. Das Rennen war ziemlich geradlinig für mich und es gab keine Möglichkeiten, um weiter nach vorne zu kommen." Doch immerhin sah er die Zielflagge.

Das war seinem Teamkollegen Jolyon Palmer nach seinem unfallbedingten Aus in Monaco wieder einmal nicht gelungen. Auch in Montreal war das Rennen für den Briten früh beendet, diesmal beendete ein Wasserleck seinen Tag. "Es ist schade, dass wir ihn so früh aus dem Rennen nehmen mussten", meint Teamchef Frederic Vasseur. "Wir werden die Ursache für den Wasserdruckverlust untersuchen."

Bis dahin lief es für den GP2-Meister von 2014 eigentlich ganz gut. "Der neue Motor hat gut funktioniert, und wir haben beim Setup gute Fortschritte gemacht. Ich habe mich im Auto gut gefühlt, auch wenn es kalt und rutschig war", erzählt der Brite. Am Start gab es zwar einen kleinen Kontakt mit Carlos Sainz und danach hing er hinter Pascal Wehrlein im Manor fest, doch als er freie Fahrt hatte, lief es bis zum Ausfall in Runde 17 gut. "Ich bin glücklich mit dem Auto, von daher freue ich mich nun auf Baku. Ein kleines bisschen Glück kann da allerdings nicht schaden."

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