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Ecclestone: "Wir haben Ferraris Loyalität erkauft"

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nimmt Stellung zu den Vorwürfen von Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo - Ferrari mit großem Bonus

(Motorsport-Total.com) - Im Rahmen der derzeitigen Finanzlage macht man sich auch in der Formel 1 Gedanken um Ein- und Ausgaben, was vor allem Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo vor wenigen Tagen deutlich in den Fokus der Aufmerksamkeit rückte. Der Italiener forderte mehr Mitsprachrecht für die in der Formel 1 engagierten Rennställe und nicht zuletzt auch eine größere Beteiligung am Einnahmentopf der "Königsklasse". Formel-1-Chef Bernie Ecclestone nahm den Fehdehandschuh auf und stellte einiges klar.

Bernie Ecclestone

Klartext von Bernie Ecclestone: Ferrari bekommt mehr Geld als alle anderen Zoom

In der Formel 1 gäbe es keinerlei Misswirtschaft, sagte Ecclestone der 'Times' und führte an, dass sich die Teams und insbesondere Luca di Montezemolo sehr gerne von diesem Umstand überzeugen könnten: "Sie haben das Recht, Leute zu entsenden, die sich das Unternehmen ansehen und alles untersuchen können. Besonders Ferrari hatte von Anfang an die Möglichkeit dazu, aber sie haben es niemals getan."#w1#

"Wir haben Banker und CVC (CVC Capital Partners; Formel-1-Teilhaber; Anm. d. Red.), die jedes noch so kleine Detail unter die Lupe nehmen. Wenn hier also jemand meint, wir würden irgendetwas falsch machen, den werde ich auf Heller und Pfennig verklagen", wetterte Ecclestone. "Ferrari weiß genau, wie viel sie bekommen - sie sind ja nicht doof, aber auf der anderen Seite auch nicht sonderlich klug."

"Denn das einzige, was er (Luca di Montezemolo; Anm. d. Red.) nicht erwähnt hat, ist, dass Ferrari deutlich mehr Geld bekommt als alle anderen Teams", fuhr der britische Milliardär fort. "Außerdem wären da noch die ganzen Extraleistungen, die Ferrari über Jahre hinweg erhalten hat - was man gemeinhin als 'grundlegende Unterstützung' verstehen kann." So schneidet sich Ferrari im Erfolgsfall ein besonders großes Stück vom Formel-1-Kuchen ab, wie Ecclestone anschließend erläuterte.

"Wenn sie die Konstrukteursmeisterschaft für sich entscheiden, dann erhalten sie 80 Millionen Dollar (etwa 58 Millionen Euro; Anm. d. Red.) mehr, als wenn McLaren den Titel holt - wie in diesem Jahr geschehen", gab der Formel-1-Chef bekannt und fügte an: "Bei all den Extrasummen, die Ferrari erhält, sollte er wohl eher diese Beträge unter den anderen Teams aufteilen." Dieser Bonus rühre noch aus den Tagen, als die Formel 1 unmittelbar vor einer Spaltung stand.

2003 hatten die Hersteller damit gedroht, eine eigene Rennserie ins Leben zu rufen und der Formel 1 den Rücken zu kehren. "Ferrari war das einzige Team, das die Riege der Hersteller verlassen hat", erläuterte Ecclestone. "Warum haben sie Fahnenflucht begangen? Genau in diesem Punkt kommen die 80 Millionen Dollar ins Spiel. Wie haben Ferrari 'gekauft' - wir haben uns Ferraris Loyalität erkauft. Unser Deal sah vor, dass wir sie dafür bezahlen, nicht zu den anderen zu gehen."

Das Ergebnis: Ferrari bekannte sich zur Formel 1 und die Vereinigung der Hersteller fiel langsam aber sicher auseinander, bis das Thema einer eigenen Rennserie schließlich komplett vom Tisch war - und seit 2003 sicherte sich die Scuderia am Jahresende gleich viermal die Konstrukteursmeisterschaft...

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