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  • 06.02.2009 · 10:55

  • von Roman Wittemeier

Ecclestone und die Schauplätze der Zukunft

Bernie Ecclestone hält an den Grand-Prix-Plänen in Südkorea und Indien fest - Russland offenbar in der Warteschleife

(Motorsport-Total.com) - "Formel 1 goes East" - dieses Motto verfolgt Bernie Ecclestone seit Jahren. In dieser Saison kommt mit Abu Dhabi am persischen Golf erneut ein neuer Austragungsort hinzu, erst 2008 hatte man die Formel-1-Zelte in der Nacht von Singapur aufgeschlagen. Für 2011 ist erstmals auch ein Rennen in Indien geplant. Nach Aussage des Formel-1-Chefs sei man diesbezüglich auf einem guten Weg und auch Südkorea stehe nach wie vor auf der Liste.

Bernie Ecclestone steht allen russichen Formel-1-Projekten skeptisch gegenüber

Weniger konkret scheinen die Pläne für einen Grand Prix in Russland. Seit Jahren tauchen immer wieder neue Ideen für entsprechende Projekte auf. Von einem Stadtrennen in Moskau war ebenso die Rede wie von einem Grand Prix in St. Petersburg oder in Wolokolansk, rund 80 Kilometer westlich von Moskau. Ob es in absehbarer Zukunft einen Rennen in Russland gibt? "Das wissen wir nicht", kommentierte Ecclestone gegenüber der 'dpa' kurz.#w1#

Viele russische Projekte sind ebenso schnell verflogen wie sie kamen. An vielen Orten macht man sich Hoffnungen auf einen Grand Prix ab 2010, doch Ecclestone sieht offenbar keine realistische Chance für ein solches Vorhaben. Außerdem gibt es aus Sicht des Briten attraktivere Märkte. "Die Welt hat sich weitergedreht, seitdem die Formel 1 mehr oder weniger eine Europameisterschaft gewesen ist mit einem Rennen außerhalb in Amerika."

Moscow Raceway

Die Pläne für einen "Moscow Raceway" scheinen sehr konkret zu sein Zoom

Der Fortschritt hat jedoch Konseqeuenzen. Durch die Expansion in den Nahen und Fernen Osten fielen einige europäische Grands Prix aus dem Kalender. "Magny Cours hat damit nichts zu tun. Es hatte nichts mit Geld zu tun. Es hatte etwas mit der Tatsache zu tun, dass die Sponsoren nicht dorthin wollten. Es gibt dort ja so gut wie keine Hotels. Die Leute wollten nicht dorthin, wir sind aber ein Entertainment-Business. Das war dort der Grund."

"Wenn wir keine Sponsoren haben, gibt es auch keine Formel 1. Montréal war etwas komplett anderes. Derjenige, der die Strecke betrieben hat, hat es nicht besonders gut gemacht. Mir ist es egal, ob man Unterstützung vom Staat bekommt, man muss aber ordentlich wirtschaften", argumentierte Ecclestone. "Vergessen wir für einen Moment die Finanzen. Es gab in ganz Amerika keine Strecke, auf der wir ein Rennen hätten durchführen können, keine Strecke, die an unsere Ansprüche herangekommen wäre - außer Indianapolis."

"Und Tony George (Streckenchef in Indianapolis; Anm. d. Red.) war sehr, sehr gut. Er hat einen großartigen Job in Indianapolis gemacht, was super war. Bedauerlicherweise ist es aber eine ganz spezielle Region, die keine besondere Formel-1-Gegend ist. Er hat drei andere große Events, um Erlöse zu machen, und daher hat sich die Formel 1 finanziell nicht rentiert", sagte der Formel-1-Chef, der mit seinem Zirkus in diesem Jahr um ganz Nordamerika einen großen Bogen macht.

Die Frage bleibt jedoch, wie lange die in der Formel 1 engagierten Hersteller auf ein Amerika-Rennen verzichten können und wollen. Die USA sind ebenso wie Kanada für viele Hersteller ein wichtiger Markt. Neuer Schwung in die Bemühungen zur Rückkehr nach Nordamerika kommt nun in Form des neuen amerikanischen Formel-1-Renstalls USF1.

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