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  • 18.09.2015 · 15:24

  • von Dominik Sharaf

Ecclestone flucht über V6: So will niemand in die Formel 1

Der Zampano macht die Antriebsformel und Ross Brawn dafür verantwortlich, dass derzeit keine neuen Teams und Hersteller in die Königsklasse drängen

(Motorsport-Total.com) - Lange hielt Bernie Ecclestone die Füße still, was Kritik an den von ihm so wenig geliebten Turbo-Hybridmotoren betrifft. In Tagen und Wochen, in denen sich Gerüchte um die Zukunft des von Renault geschiedenen Red-Bull-Teams ranken, lässt er kein gutes Haar an Antriebsformel und der Mercedes-Dominanz. "Der V6 hält Leute, die in die Formel 1 einsteigen wollen, davon ab, weil sie denken, sie müssten einen Wahnsinnsjob hinlegen, um sie schlagen zu können", sagt Ecclestone dem 'Independent'.

Bernie Ecclestone

Ecclestone findet wie gewohnt deutliche Worte für ungeliebte Sachverhalte Zoom

In der Tat scheint nach der bisher desolat verlaufenen Rückkehr Hondas und dem Debüt der US-Mannschaft Haas Formula in der kommenden Saison kein Kandidat mehr vor der Tür zu stehen, wenn es um eine Aktivität als Motorenzulieferer oder Teambetreiber geht. Entsprechend dünn sind auch die Alternativen für Red Bull auf der Suche nach einem neuen Partner.

Nachdem Wunschkandidat Mercedes den Österreichern einen Korb gab und ein eigenes Aggregat auf die Schnelle nicht realisierbar ist, bleibt nur Ferrari. Dazu passt es, dass FIAT-Boss Sergio Marchionne entsprechende Gespräche nicht dementierte. Es gibt jedoch offenbar noch einen weiteren Plan, an dem hinter den Kulissen gearbeitet wird.

Ecclestone sieht den Grund für die Überlegenheit der Silberpfeile indes darin, dass der während der Entwicklungszeit auch als Mercedes-Teamchef tätige Ross Brawn im Auftrag der FIA an der Gestaltung des Hybrid-Reglements mitwirkte. "Er wusste genau, wie die Antriebe aussehen würden und Mercedes begann mit den Vorbereitungen, ehe irgendjemand anderes wusste, dass es überhaupt eine Änderung geben würde", bemängelt Ecclestone.