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Ecclestone enthüllt: Ron Dennis verhinderte Red-Bull-Honda

Hat der McLaren-Patron aus Angst vor übermächtiger Konkurrenz sein Veto eingelegt? Wenn ja, hat er damit offenbar eine FIA-Absprache torpediert

(Motorsport-Total.com) - Noch eine Option weniger für Red Bull: Nachdem am Rande des US-Grand-Prix' in Austin das Gerücht aufgekommen war, die Österreicher stünden vor einer überraschenden Partnerschaft mit Honda und würden so ihren Formel-1-Verbleib sichern, erklärt Serienboss Bernie Ecclestone die Sache am Samstag für gescheitert. Verantwortlich sein soll McLaren-Patron Ron Dennis, der als so genannter Premiumpartner der Japaner wohl von einem Vetorecht gegen weitere Kunden Gebrauch gemacht hat.

Ron Dennis

Ron Dennis hat offenbar trotz Krise ein wachsames Auge auf Red Bull geworfen Zoom

Ecclestone entgegnet im Paddock von Texas auf die Frage nach dem Deal: "Die ehrlichste Antwort wäre zu sagen, dass Honda wohl glücklich wäre, ihnen Motoren zu liefern und Herr Dennis denkt, dass sie es nicht tun sollten." Pikant: Obwohl der Autokonzern aus Sakura sich immer skeptisch geäußert hat, wenn es um weitere Kunden ging, wurde ein entsprechendes Manöver hinter den Kulissen laut dem 84-Jährigen längst zugesagt. Es soll sogar Bedingung für den Formel-1-Einstieg gewesen sein.

Konkret bemerkt Ecclestone über ein Platzen eines Red-Bull-Deals: "Obwohl Honda mit der FIA und mir die Vereinbarung hat, dass sie deshalb Formel-1-Motoren anbieten dürfen, weil sie im ersten Jahr ein Team, im zweiten Jahr zwei Teams und im dritten Jahr drei Teams beliefern." Die Japaner hätten sich mit der FIA auf das Modell geeinigt, weil sie es sich als Neueinsteiger nicht zugetraut hätten, auf Anhieb mehrere Mannschaften auszustatten - die Wunschvorstellung des Automobil-Weltverbandes.


Fotos: Großer Preis der USA


Was danach hinter verschlossenen Türen geschah, ist auch dem Zamapano ein Rätsel: "Irgendwie haben sie sich dann Ron verpflichtet, der ein Veto gegen jeden Motor hat. Und er will Red Bull nicht. Ich glaube, er hält sie für mögliche Konkurrenten", so Ecclestone. Sollte das Stimmen, wäre der Brauseriese am gleichen Problem gescheitert wie in Verhandlungen mit Ferrari und Mercedes. Nach den Erfolgen der Vergangenheit fürchten alle, einem übermächtigen Gegner den Weg zu ebnen.

Ecclestone glaubt nicht an ein Manöver, mit dem Dennis die FIA und ihre Verabredung bewusst hintergehen wollte: "Um Ron gegenüber fair zu sein: Er hat wahrscheinlich nichts gewusst. Ich beschuldige niemanden." Außerdem lässt er ein Hintertürchen offen, wie es doch noch zu einem Deal kommen könnte: "Ich weiß nicht, ob sein Veto Bestand hat", sagt Ecclestone über Dennis, räumt dessen Wort aber Gewicht ein. "Sie würden es nicht machen, wenn sie sich deshalb mit Ron zanken müssten und er sie juristisch belangen würde."

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