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Durchbruch bei Mercedes? Vater Hamilton glaubt daran

Anthony Hamilton ist überzeugt, dass Sohn Lewis dem Mercedes-Team auf die Sprünge helfen wird und sieht den Teamwechsel als Dank für frühere Unterstützung

(Motorsport-Total.com) - Nach insgesamt 110 Grand-Prix-Starts, die er allesamt für McLaren absolvierte, wechselt Lewis Hamilton zur Formel-1-Saison 2013 die Fronten und sucht bei Mercedes eine neue Herausforderung. Seinen Dienst in Brackley tritt der Weltmeister des Jahres 2008 offiziell am 1. Januar an. Ab diesem Tag wird im Lager der "Silberpfeile" ein anderer Wind wehen - so zumindest die Überzeugung von Lewis Hamiltons Vater Anthony.

Titel-Bild zur News: Anthony Hamilton

Anthony Hamilton sieht den Teamwechsel seines Sohnes als Gewinn für Mercedes Zoom

"Wir glauben wirklich, dass es diese Jungs schaffen werden", spricht Hamilton sen. gegenüber 'Press Association Sport' im Namen der Familie und stellt heraus: "Ein solch großartiger Automobilhersteller und derart talentierte Leute an einem Ort - und jetzt stößt Lewis noch dazu. Ich glaube wirklich, dass sie es schaffen werden."

Angesichts der bisherigen Erfolgsausbeute (ein Sieg in den drei Jahren seit der Übernahme des Brawn-Rennstalls) wird ein Aufschwung der Mercedes-Performance von jedermann im Team sehnsüchtig erwartet. "Ich glaube an Mercedes, Ross Brawn und Norbert Haug und daran, dass sie es schaffen können, ein gutes Team in ein richtig gutes Team zu verwandeln. Mehr als alles andere glaube ich an Lewis", so Anthony Hamilton.

Abschied von McLaren kein Nachteil

Während sich der langjährige McLaren-Pilot und Mercedes-Neuzugang selbst mit Prognosen zurückhält und einen schwierigen Einstand bei seinem neuen Arbeitgeber erwartet, drückt der Vater seine Erwartungen in konkreten Zahlen aus: "Ich glaube, Lewis wird mindestens zwei oder drei Rennen gewinnen. Schafft er es nicht, dann ist das Auto wirklich schlecht."

Jenson Button, Lewis Hamilton

In seinem letzten McLaren-Rennen gab Hamilton noch einmal alles - vergebens Zoom

Den McLaren-Abschied seines Sohnes sieht Anthony Hamilton trotz oder gerade aufgrund der langjährigen Verbindung nicht negativ: "In gewisser Weise steht er jetzt nicht mehr unter den Fittichen von McLaren und Ron Dennis. Gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass wir die Familie nicht verlassen, sondern der anderen Hälfte der Familie beitreten."

"Ohne Norbert und Mercedes-Benz wären wir wahrscheinlich nicht da, wo wir heute sind", spricht der langjährige Manager seines Sohnes die Unterstützung durch Mercedes in den Aufstiegsklassen, unter anderem der Formel-3-Euroserie, an. So kommt Hamilton sen. in Bezug auf den Teamwechsel von Hamilton jun. zum Schluss: "Es ist gewissermaßen eine Art Dankeschön an Mercedes - eine Möglichkeit zu sagen: 'Als ich in die Formel 1 wollte, habt ihr an mich geglaubt. Jetzt zahle ich das Vertrauen zurück.'"