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Dritter Motor bei Sebastian Vettel: Wieso Ferrari so viel riskiert

Während auch Mercedes in Russland ein Motorenupdate brachte, setzt Ferrari bei Sebastian Vettel auf den dritten von fünf erlaubten Motoren: Die Gründe für den Poker

(Motorsport-Total.com) - Ferrari geht im Motorenrennen volles Risiko. Die Italiener haben vor dem Grand Prix von Russland beide Antriebseinheiten ausgetauscht, um die Schwächen der ersten Saisonrennen auszumerzen. Da aber pro Saison nur fünf Antriebseinheiten eingesetzt wird, bringt man sich damit aber in enorme Bedrängnis: Bei Sebastian Vettel kommt im vierten Rennen bereits der dritte Motor zum Einsatz - dabei stehen noch 17 Grands Prix bevor. Strafen gegen Saisonende sind somit kaum vermeidbar.

Sebastian Vettel

Ferrari will das Potenzial des Verbrennungsmotors endlich umsetzen Zoom

Zumal sich Vettel nach dem Motorschaden in Bahrain keine weiteren Dramen mehr erlauben kann. Kein Wunder, dass die Sorgen groß waren, als der Ferrari im zweiten Training ausrollte, es scheint sich dabei aber um ein Elektrikproblem gehandelt haben.

Mercedes: Motorenupdate ohne Tausch

Interessant ist, dass Mercedes rasch auf die Bemühungen von Ferrari reagiert hat: Die Silberpfeile haben in Sotschi ebenfalls ein Motorenupdate am Start. Die Truppe rund um Motorenchef Andy Cowell investierte zwei Token, um das Benzinsystem zu verbessern. Dies blieb lange ein Geheimnis, da man für diese Änderung die Verbrennungsmotoren nicht austauschen musste. Nico Rosberg ist also weiterhin mit dem ersten Motor ausgestattet, Lewis Hamilton nach dem Wechsel in China mit dem zweiten.

Doch warum riskiert Ferrari so viel? "Es war schon immer der Plan, hier mit einem neuen Motor an den Start zu gehen", meint Vettel. Das Update des Verbrennungsmotors der Scuderia ist elementar, will man Mercedes nach dem Fehlstart 2016 doch noch einholen. Der in der Winterpause deutlich überarbeitete Ferrari-Motor ist ein wahrer Kraftprotz und kann mit mehr Ladedruck gefahren werden, nur konnte er sein Potenzial bislang nicht zeigen, weil bei der Elektromaschine MGU-H zu wenig Auspuffgase ankamen.


Ferrari erklärt: Das leistet der Motor in Sotschi

Motorenchef Mattia Binotto gibt einen Einblick in Power, die für den Russland-Grand-Prix nötig ist Weitere Formel-1-Videos

Die Verbesserungen des Brennraums, die drei Token kosteten, sollen nun laut 'auto motor und sport' dafür sorgen, dass über die MGU-H mehr elektrische Leistung produziert wird. Mit neuen Turboladern, deren Entwicklung mehrere Wochen dauert, will man ab dem Kanada das Problem endgültig gelöst haben, wofür man zwei weitere Token ausgeben wird müssen. Derzeit hat die Scuderia bis zum Saisonende noch sechs Token zur Verfügung, Mercedes ganze elf Motoren-Wertmarken.

Ferrari: Viel Geheimniskrämerei um Update

Bei Ferrari gibt man sich wortkarg, was die Fortschritte durch das Update angehen. "Wird das einen großen Unterschied machen?", fragt Räikkönen. "Ich weiß es nicht. Bei meinem Motor war alles in Ordnung. Es handelt sich einfach um eine neue Ausbaustufe." Und Vettel wollte zunächst nicht einmal zugeben, dass es großartige Änderungen gab.

Pro Saison und Auto darf ein Team maximal fünf Antriebsstränge (bei mehr als 20 Grands Prix im Kalender) verwenden. Laut Reglement ist ein Antriebsstrang in sechs Komponenten eingeteilt (Verbrennungsmotor, Turbolader, MGU-H, MGU-K, Energiespeicher, Einheitselektronik). Sie dürfen untereinander beliebig kombiniert und wiederverwendet werden.

Wird eine sechste Komponente genutzt, erfolgt eine Rückversetzung um zehn Plätze in der Startaufstellung. Bei jedem weiteren fünften Einsatz einer Komponente gibt es eine Rückversetzung um fünf Ränge. Analog dazu wird bei der siebten und allen weiteren Komponenten verfahren.

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