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"Drei Zehntel pro Runde": So schnell war Red Bull in Bahrain wirklich

Max Verstappen hat beim Saisonauftakt in Bahrain mit stumpfen Waffen gekämpft, umso optimistischer ist das Red-Bull-Team für Imola

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hatte beim Formel-1-Saisonauftakt in Bahrain 2021 das Material dazu, aus eigener Kraft zu gewinnen. Nicht nur, dass er ohne Tracklimits-Strafe schon vor Lewis Hamilton in Führung gewesen wäre, kämpfte er sowohl im Qualifying als auch im Rennen mit stumpfen Waffen, was die Performance seines Red Bull RB16B betrifft.

Max Verstappen

Max Verstappen wurde beim Grand Prix von Bahrain unter Wert geschlagen Zoom

Die Probleme sind schon am Samstag im Qualifying losgegangen. Verstappen sei "ein Teil weggeflogen, weil er eben in einer Kurve zu weit rausgekommen ist", erklärt Helmut Marko in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de. Das habe zwar "nicht so viel ausgemacht", aber "vielleicht acht Prozent Verlust an Downforce" waren es trotzdem.

Zu Beginn des Rennens sei Verstappen dann "nicht happy" mit dem Differenzial gewesen: "Im ersten Sektor war er im Vergleich zu Mercedes gehandicapt", sagt Teamchef Christian Horner. Marko präzisiert: "In Sektor 1 haben wir drastisch bis zu drei Zehntel pro Runde verloren. Das Gleiche war übrigens auch bei Perez." Das sei viel gravierender als der Qualifying-Zeitverlust gewesen.

"Nicht nur, dass weniger Grip da war, es haben auch die Hinterräder durchgedreht, und dadurch sind die Reifen heiß geworden. Es ist uns in dieser Phase nicht gelungen, den Vorsprung, den wir gebraucht hätten, damit kein Undercut möglich ist, herauszufahren. Im Gegenteil, wir sind von 2,5 auf 1,7 Sekunden zurückgefallen. Das war die entscheidende Phase des ersten Stints, wo wir dadurch deutlich gehandicapt waren."

Marc Surer: Gutes Zeichen für Imola

Dass Verstappen trotz dieser Probleme in einer Position war, das Rennen aus eigener Kraft zu gewinnen, kann man auch positiv sehen: "Beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven", analysiert Experte Marc Surer in einem Interview auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de, habe das Differenzial nicht voll gesperrt und mitgespielt.


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"Trotzdem war er schneller als Lewis Hamilton", hält Surer fest und wertet das als positives Omen für das bevorstehende Rennwochenende in Imola, denn dort "haben wir die Situation mehrmals, nach jeder Schikane, plus die Tosa, wo man aus langsamer Geschwindigkeit beschleunigt. Also müsste Red Bull da auf jeden Fall gut gehen."

Auch aus Sicht von Max' Vater Jos Verstappen überwiegen die positiven Erkenntnisse des Saisonauftakts: "Wir hatten ein Auto, um das Rennen zu gewinnen. Das konnte jeder sehen", sagt er gegenüber 'Ziggo Sport'. "Es ist nur so, dass Mercedes in Bahrain einfach die bessere Strategie hatte."

"Alle dachten, dass Hamilton drei Stopps machen würde. Auch wir. Wenn du Zweiter bist, kannst du das Risiko eingehen, einen langen dritten Stint zu fahren. Wenn nicht, weiß du sicher, dass du Zweiter bleiben wirst. Und wenn es nicht klappt, bist du immer noch Zweiter, weil Bottas zu weit hinten war und Perez nicht an ihm dran."

"Das Gute ist, dass wir dieses Jahr wissen, dass wir im nächsten Rennen wieder um den Sieg mitfahren können", sagt Verstappen sen. "In der Position waren wir seit Jahren nicht mehr. Wir schlafen nicht. Wir arbeiten hart und sind bereit für Imola. Es wird ein sehr aufregendes Jahr. Dessen bin ich mir jetzt schon sicher."

Red Bull: Sorge um Honda-Zuverlässigkeit überschaubar

Aus Red-Bull-Sicht hofft man allerdings, dass der in Sachen Performance stark verbesserte Honda-Motor über die Saison hinweg zuverlässig bleibt. In Bahrain traten sowohl bei Red Bull als auch beim Schwesterteam AlphaTauri kleinere Probleme auf. Marko bestätigt: "Wir mussten mit der Motorleistung aufgrund von Temperaturproblemen zurückgehen." Noch ein Performance-Faktor.


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Aber: "Die Probleme, die wir hatten, sind in erster Linie softwaremäßig. Bei Perez wurde im allerletzten Moment eine Batterie gewechselt. Wahrscheinlich war das auch die Ursache, warum er plötzlich ohne Strom dagestanden ist. Sensationell gemacht von ihm, Lenkrad runter, alle Notfallszenarien durchgeführt als wäre nix. Plötzlich war der Strom wieder da."

"Aber es ist nichts in der Hardware. Das sind alles Sachen, die man mit entsprechenden Adaptierungen hinkriegt, glaube ich", ist der Red-Bull-Motorsportkonsulent optimistisch. (Lust auf mehr Formel-1-Interviews und -Videos bekommen? Dann jetzt YouTube-Kanal von Formel1.de abonnieren und Glocke aktivieren, um nichts mehr zu verpassen!)

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