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Doch kein Motorenproblem: Kaputtes DRS kostet Verstappen Pole-Chance

Was zunächst als Motorenproblem vermutet wurde, war in Wahrheit ein DRS-Defekt, der Max Verstappen um seine Pole-Chance brachte - Hätte er Leclerc geschlagen?

(Motorsport-Total.com) - "Ich habe keine Leistung", funkte Max Verstappen während des entscheidenden letzten Q3-Versuchs in Barcelona (Formel 1 2022 live im Ticker) in Richtung seines Teams. Doch was zunächst nach einem Motorenproblem aussah, entpuppte sich schließlich als Problem mit dem DRS. Der Mechanismus war nicht aufgegangen und Verstappen deswegen chancenlos im Kampf um die Poleposition in Barcelona.

Max Verstappen (Red Bull RB18) im Training zum Formel-1-Rennen in Spanien 2022

Bei Max Verstappen öffnete sich das DRS nicht Zoom

"Es war kein Powerverlust, DRS ist nicht aufgegangen.", bestätigt auch Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko bei 'Sky' und bezeichnet das als "saublöden" Defekt. "Dadurch dass es nicht aufgegangen ist, hat er das Gefühl gehabt, dass irgendetwas vom Motor war."

Was genau kaputt war, gilt es noch herauszufinden, denn als Verstappen DRS auf der Gegengerade erneut öffnen wollte, klappte es plötzlich wieder normal. "Wir müssen schauen, was die Ursache ist. Es ist was Mechanisches", sagt Marko. "Nachdem es später wieder funktioniert hat, scheint es nichts Gravierendes zu sein."

"Hoffentlich passiert das nicht im Rennen. Jetzt ist es nicht so tragisch, erste Reihe geht noch", so der Österreicher weiter. Denn Verstappen konnte dank des ersten Q3-Runs noch Platz zwei halten, hatte ohne DRS aber keine Chance, Charles Leclerc die Poleposition noch streitig zu machen.

Am Ende musste sich der Niederländer um drei Zehntelsekunden geschlagen geben und darf sich fragen, was ohne den Defekt drin gewesen wäre. Und da gehen die Meinungen auseinander. "Wir glauben, dass wir die Zeit zumindest einstellen hätten können", sagt Marko, doch Teamchef Christian Horner hat eine andere Ansicht.

"Ich denke nicht, dass wir gut genug waren, um die Runde von Charles zu schlagen", sagt er. "Das war eine tolle Runde unter großem Druck da am Ende. Aber ich bin trotzdem zufrieden damit, dass wir aus der ersten Reihe starten."

Trotzdem muss Red Bull gewarnt sein, denn es ist nicht das erste Problem, das den Weltmeister in dieser Saison heimsucht. In Bahrain und Australien schied Verstappen mit einem Defekt aus, in Miami verpasste er zuletzt weite Teile des Freitags. Und jetzt das Problem mit DRS.


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Doch Horner gibt sich gelassen: "So etwas passiert", sagt er und verweist auf Ferrari, die das Chassis von Carlos Sainz über Nacht tauschen mussten, weil es ein Problem mit dem Benzinsystem gab.

"Leider scheint es uns zu ungünstigen Zeiten zu treffen, denn der letzte Run in Q3 ist der letzte Zeitpunkt, an dem man so etwas haben möchte", so der Teamchef. "Aber wir arbeiten hart daran und versuchen zu verstehen, was das Problem ist. Es könnte auch einfach nur ein Stück Gummi sein, was im Mechanismus festgesteckt ist."

"Es war Pech, dass wir nicht die richtige Antwort geben konnten. Ich denke nicht, dass wir Charles heute geschlagen hätten, aber es wäre enger gewesen, als die Zeiten aussagen."

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